Play-offs in der Basketball-Bundesliga Viel Lob von Bundestrainer Henrik Rödl für die MHP Riesen Ludwigsburg

Wie lange jubeln die Riesen mit Coach Patrick in den Play-offs? Foto: Pressefoto Baumann
Wie lange jubeln die Riesen mit Coach Patrick in den Play-offs? Foto: Pressefoto Baumann

An diesem Mittwoch starten die Play-offs im Basketball. Der Hautrunden-Erste Ludwigsburg empfängt Brose Bamberg – mit einigen Vorschusslorbeeren.

Sport: Joachim Klumpp (ump)
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Ludwigsburg - Es wird ernst für die MHP Riesen Ludwigsburg. Platz eins nach der Hauptrunde ist Makulatur, alles auf null heißt es vor dem Start der Play-offs im Basketball. Den Auftakt bestreiten am Mittwoch (19 Uhr/Sport 1) die Riesen gegen den Ex-Meister Brose Bamberg.

Ausgangslage Die Riesen treffen auf den Tabellen-Achten, bei dem sie zum Ende der Hauptrunde am 31. Spieltag knapp mit 93:94 unterlagen, das ist Warnung genug. Allerdings war die Mannschaft damals nicht in Bestbesetzung, durch die zehntägige Pause seit dem letzten Spiel gegen Bayern München haben die angeschlagenen Spieler wie Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann oder Oscar da Silva ihre Blessuren weitgehend auskurieren können und stehen zumindest wieder im Training. „Bei Barry Brown müssen wir abwarten, ob er schon spielen kann“, sagt Trainer John Patrick. Wobei von den acht US-Legionären im Team sowieso immer zwei pausieren müssen, was in dem eng getakteten Programm kein Nachteil ist. So sieht es auch der Bundestrainer: „Der Spielplan ist ein Vorteil für Mannschaften, die eine größere Tiefe haben“, sagt Henrik Rödl, der die Riesen mit oben auf seiner Rechnung hat. „Sie spielen eine super Saison, und man sollte nicht glauben, dass das jetzt mit den Play-offs zu Ende geht. Das ist eine der stärksten Mannschaften, die Patrick bis jetzt gehabt hat.“ Der sagt nur: „Ich beteilige mich nicht gerne an Spekulationen der Experten.“

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Modus In Coronazeiten wurde der Modus dahingehend modifiziert, dass zunächst zwei Heim-, dann zwei Auswärtsspiele und im entscheidenden fünften Spiel wieder ein Heimspiel anstehen würde, um die Reiseaktivitäten zu minimieren. Alle Serien werden im Best-of-five-Modus angesetzt. Wobei es im Finale aus Zeitgründen denkbar ist, dass die jeweiligen Pausen von einem Tag zwischen den Partien entfallen. Der Meister muss spätestens am 15. Juni gekürt sein, das sind schon zwei Tage später als geplant, weil danach das Nationalmannschaftsprogramm im Hinblick auf die wichtige Olympia-Qualifikation Ende Juni in Kroatien beginnt.

Wer nicht antreten kann, verliert

Coronaregeln Um eine reibungslose Austragung der Play-offs zu gewährleisten, hat die BBL die Regeln nochmals verschärft. Nachdem in der laufenden Runde wegen einzelner Coronafälle etliche Teams für längere Zeit in Quarantäne mussten, besteht diese Möglichkeit nun nicht mehr, dafür fehlt schlicht die Zeit. Wer nicht antreten kann, verliert die Partie am „grünen Tisch“. Patrick weiß deshalb: „Das Wichtigste ist, dass alle Spieler gesund bleiben.“ Unter diesem Aspekt beziehen wohl manche Mannschaften ein Quarantänehotel (ähnlich wie im Fußball). Die Riesen haben sich dagegen entschieden, um die Spieler in der gewohnten Umgebung zu belassen, nachdem sich die Mannschaft bisher sehr diszipliniert gezeigt hat. „Ich denke, das ist besser für die Motivation“, sagt der Vorsitzende Alexander Reil, der betont: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie.“ Schon gar nicht auf den Titel.

Favoriten Reil: „Wir wollen unsere Leistungen aus der Hauptrunde bestätigen, aber die Favoriten sind sicher Berlin und München.“ Apropos München: Zu diesem brisanten Duell käme es im Halbfinale – vorausgesetzt, beide gewinnen zuvor ihre Serie.

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