Playmate aus Kirchheim Anna-Lena Stöckler will aufs Playboy-Cover

Anna-Lena Stöckler wurde auf Instagram angeschrieben, ob sie sich für den Playboy fotografieren lassen würde. Ihre Zusage bereut sie keineswegs. Foto: /Ines Rudel

Die Kirchheimerin Anna-Lena Stöckler hat sich als Miss August für den Playboy ablichten lassen. Nun endet in wenigen Tagen die Abstimmungsfrist für das Playmate des Jahres. Im Gespräch erzählt die 26-Jährige, wie sie sich beim ersten Shooting gefühlt hat.

Kirchheim - Vor etwa zwei Jahren ist die 26-jährige Anna-Lena Stöckler aus Kirchheim auf der Internetplattform Instagram gefragt worden, ob sie sich für den Playboy ablichten lassen würde. Sie sagte zu. Im Interview erklärt sie, wie es ihr beim ersten Nacktshooting erging – und warum sie nun Playmate des Jahres 2021 werden möchte.

 

Frau Stöckler, in wenigen Tagen geht die Abstimmung um das Playmate des Jahres 2021 zu Ende. Sind Sie aufgeregt?

Es geht. Das Ganze ist noch weit weg, deshalb bin ich noch relativ locker.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Schwierig zu sagen. Ich weiß noch nicht, inwieweit die Instagram-Follower eine Rolle spielen. Denn es sind Mädels dabei, die sehr viele haben. Vielleicht haben die dann bessere Chancen. Ich meine, man kann ja täglich abstimmen, auch mehrmals. Aber die Playboy-Leser stimmen ja auch ab.

Was würde es Ihnen denn bedeuten, wenn Sie Playmate des Jahres würden?

Es wäre cool, weil mein Foto auf dem Cover des Magazins wäre. Denn es ist schon etwas anderes, ob man im Inneren des Hefts ist, oder ob man alleine das Cover schmückt. Und es wäre eine Bestätigung, für das was man gemacht hat. Aber ich lasse das jetzt einfach mal auf mich zukommen.

Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seitdem Sie im vergangenen Jahr als Miss August im Playboy waren?

Nicht besonders viel. Ich habe aber gemerkt, dass ich viel selbstbewusster geworden bin. Wo ich früher vielleicht dachte: Ok, uuuuh. Da gehe ich heute ein Stück weit erwachsener und reifer heran. Außerdem habe ich das Gefühl, der ein oder andere, der einen anguckt, weiß schon, wer ich bin.

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Selbstbewusstsein ist ein gutes Stichwort. Immerhin gehört viel Mut dazu, sich für den Playboy ablichten zu lassen. Wie war das erste Shooting für Sie?

Am Anfang war das außergewöhnlich, weil ich davor keinerlei Erfahrungen mit diesem Metier hatte. Es war das erste Shooting, das ich in meinem Leben hatte – und dann halt gleich so. Die Chance hat sich einfach ergeben. Wenn man mal in dieser Situation ist, dann überlegt man sich das und kann sich das auch vorstellen. Beim ersten Shooting...

...das war in einem Schrebergarten in Frankfurt, stimmt’s?

Ja, genau. Damals waren wir zum Glück ein kleines Team. Das heißt, es war eigentlich nur die Make-up-Artistin, der Fotograf und ein Assistent. Dadurch war es eine entspannte und relativ private Atmosphäre. Wären da noch 15 weitere Menschen dabei gewesen, dann wäre das sicher anders gewesen. Und ich wusste: Für den Fotografen ist es nicht komisch, mich so zu sehen. Wir haben uns auch am Abend vorher alle kennengelernt. Schon da habe ich gemerkt, dass die total nett waren. Von dem her war es von Anfang an recht entspannt für mich.

Insgesamt waren es bisher drei Shootings für den Playboy.

Einen Tag nach dem Shooting für die Miss August in Frankfurt habe ich mich für ein Car Special fotografieren lassen. Das war dann schon im November 2020 in der Playboy-Ausgabe. Das war mit einem alten Opel Manta, den hat ein Reutlinger nach Frankfurt gefahren, das war ziemlich witzig. Und das Shooting für das Playmate des Jahres war im September 2021. Da waren wir in Kroatien. Wir hatten drei große Segeljachten gemietet, auf denen wir auch übernachtet haben. Da waren auch alle anderen Mädels dabei.

Da haben Sie dann quasi Ihre Konkurrentinnen kennengelernt.

Ja, aber ein richtiges Konkurrenzdenken hat am Tag des Shootings gar nicht stattgefunden. Alle waren echt locker drauf. Es waren einige dabei, die Models sind, das also hauptberuflich machen. Mädels wie ich, die das nur nebenher machen, waren außer mir vielleicht vier oder fünf dabei. Knapp die Hälfte.

Sie sind auf Instagram von einem Fotografen angeschrieben worden. Wie kam das zustande? Haben Sie davor schon „auffällige“ Bilder gepostet?

Ich hatte schon das ein oder andere Bikini-Bild hochgeladen. Aber nichts Auffälliges. Keine Ahnung, wie er auf mich kam.

Wie haben Sie auf die Anfrage reagiert?

Ich habe erst mal mit meinem Freund darüber geredet, weil ich das gerne absprechen wollte und das Ganze sehr unerwartet kam. Dadurch, dass mein Freund mich so bestärkt hat, habe ich beschlossen, dass ich das mache. Es hat sich für mich richtig angefühlt. Klar habe ich mir überlegt, ob das irgendwelche Auswirkungen haben könnte. Aber ich finde, wir leben in einer Zeit, in der man das nicht mehr so streng sehen darf.

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Nun gibt es aber Leute, die das nicht so locker sehen wie Sie. Wie war denn die Resonanz auf die Fotos?

Tatsächlich wurde ich auch von einigen Nachbarn angesprochen. Aber es war durchweg eine positive Resonanz. Es war keiner dabei, der – zumindest in meiner Anwesenheit – gesagt hat: Wie kannst du nur! Da bin ich auch sehr froh darüber. Aber es war mir von Anfang an klar, dass es Leute geben könnte, die das nicht so gut finden.

Und was hat Ihre Familie zu den Fotos gesagt?

Meiner Mama habe ich das gleich erzählt, sie fand das auch gut. Klar, man macht sich immer irgendwie Gedanken den Eltern gegenüber. Aber meine Familie hat wirklich super reagiert – selbst meine Oma.

Aus heutiger Sicht: Würden Sie alles wieder so machen?

Definitiv! Würde mich eine andere junge Frau fragen, ob sie es machen soll, ich würde die Frage mit Ja beantworten. Das ist eine ganz besondere Erfahrung. Jetzt hoffe ich, dass ich weiterhin modeln kann. Ich hatte viele weitere Shootings mit anderen Fotografen. Und das ist das, was mir Spaß macht. Vielleicht bringe ich auch das Thema Instagram weiter. Mir ist einfach wichtig, dass man mich als Person ansieht und als Anna-Lena. Und nicht als die, die sich ausgezogen hat – Und: ich freue mich über jede Stimme.

Zur Person

Bürojob
 Die 26-jährige Anna-Lena Stöckler kommt ursprünglich aus Neuffen, wohnt aber mittlerweile mit ihrem Freund zusammen in Kirchheim. Sie arbeitet derzeit noch als Bürokraft bei einem Pflegedienst, wechselt jedoch bald in eine Praxis für Physiotherapie. Wenn Stöckler nicht arbeitet oder mit ihrer Deutschen Dogge an der frischen Luft ist, trainiert sie gerne im Fitnessstudio.

Playmate des Jahres
 Noch bis zum 8. März können die Leser des Playboys abstimmen, welche Teilnehmerin Playmate des Jahres wird. Abstimmen kann man im Internet unter: www.playboy.de/playmate-des-jahres-wahl – „auch mehrmals“, wie Stöckler erklärt. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 85 000 Euro.

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