Die Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin ist Teil des Lungenzentrums im Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart und bietet allumfassende Diagnostik und Therapie für Erkrankungen der Lungen, Bronchien und des Rippenfells an.

Die Luftqualität ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Gesundheit weltweit. Am Tag atmet jeder Mensch etwa 20.000-mal ein und wieder aus. Damit ist die Lunge das Kontaktorgan zur Außenwelt und Empfänger von Schadstoffen, Viren und Allergenen, die sich in der Luft befinden. Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) gehören dabei zu den häufigsten Lungenerkrankungen. Die Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin am Robert Bosch Krankenhaus (RBK) arbeitet dabei mit modernsten Untersuchungsverfahren, um ihre Patienten zu behandeln.

 

Wie die Atmung funktioniert

„Die Aufgabe der Lunge besteht unter anderem darin, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen“, sagt Dr. Axel Kempa, Chefarzt der Pneumologie und Beatmungsmedizin am Robert Bosch Krankenhaus. Wenn wir einatmen, weitet sich der Brustkorb dank des Zwerchfells und der Zwischenrippenmuskeln, wodurch Luft in die sich ausdehnenden Lungen strömt. Beim Ausatmen entspannen sich diese Muskeln, die Lunge zieht sich zusammen und die verbrauchte Luft entweicht.

Lungenfunktionstests als Basis für gezielte Therapien

Das Lungenvolumen ist abhängig von anatomischen Gegebenheiten und lässt sich nicht trainieren. Einfluss darauf nehmen beispielsweise die Größe des Brustkorbs oder mögliches Übergewicht, das dem Zwerchfell Platz wegnimmt. „Bei der Spiroergometrie wird nicht nur geschaut, was die individuellen Spitzenleistungen sind, sondern auch, wie viel Sauerstoff aufgenommen werden kann“, erklärt Dr. Kempa. Auch die persönliche Belastungsgrenze, oder anaerobe Schwelle, wird dabei untersucht, die sich durch Training erhöhen lässt. Sowohl für Leistungssportler als auch Tumorpatienten wird diese Behandlung durchgeführt, um zu ermitteln, welches Operationsausmaß man den Patienten zumuten kann.

Asthma: Symptome und Behandlungsstrategie

Asthma äußert sich typischerweise durch anfallsartige Atemnot, Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche und Husten, die Ausdruck einer chronischen Entzündung der Atemwege sind. „Für Patienten mit schwerem und sonst nicht zu kontrollierendem Asthma gibt es eine Reihe von sehr fortschrittlichen Medikamenten“, erklärt Chefarzt Dr. Kempa. Bei akuten Notfällen, wie hohen Entzündungswerten in der Ausatemluft kann die rasche Verabreichung von Kortisol notwendig sein.

Bronchoskopie ermöglicht gezielte Diagnose

Die Einführung der Ultraschallbronchoskopie hat vor knapp 20 Jahren die Möglichkeiten für eine präzise Diagnostik erheblich erweitert. „Die Ultraschallbronchoskopie hat die Behandlung revolutioniert, weil man ohne Risiko gute Informationen erhält“, unterstreicht Dr. Kempa. Das Verfahren erlaubt es, mit einem dünnen, flexiblen Instrument direkt in die Bronchien vorzudringen und dabei mit Ultraschall Gewebeproben aus schwer zugänglichen Bereichen zu entnehmen. Damit erhält man wertvolle Informationen, um die genaue Ursache von Beschwerden bei Atemwegserkrankungen wie COPD, Asthma, Lungenentzündungen oder Lungengerüsterkrankungen zu identifizieren und eine maßgeschneiderte Therapie einzuleiten.

Moderne Therapien und Atemtraining

COPD gehört zu den häufigsten Lungenerkrankungen. Gezieltes Atemtraining stärkt die Atemmuskulatur und verschafft Patienten mehr Luft zum Atmen. Aber auch durch Radfahren oder Schwimmen kann die Atmung trainiert werden. „Yoga ist eine besonders schöne Möglichkeit, die Atmung zu trainieren, weil man dabei die Bewegung mit der Atmung kombiniert“, erklärt Lea König, Therapeutin in der Pneumologie. Spezielle Atemtherapien stärken die Muskulatur und helfen Patienten mit COPD oder Asthma durch Übungen mit Hilfsmitteln, das Ausatmen zu erleichtern, die Lunge zu entblähen und CO2 abzuführen.


Info: Näheres zur Pneumologie ist auf der Webseite des Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart nachzulesen.