Einkaufen in Stuttgart Die City Initiative fordert weiter einen verkaufsoffenen Sonntag

Von Martin Haar 

Die CIS lässt im Kampf um einen verkaufsoffenen Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt nicht locker. „Das ist nach wie vor ein wichtiges Thema für uns“, sagte Vorstandsmitglied Christoph Achenbach.

Citymanager Sven Hahn stellt bei der Mitgliederversammlung der CIS im Renitenz Theater politische Forderungen auf Foto: Martin Haar
Citymanager Sven Hahn stellt bei der Mitgliederversammlung der CIS im Renitenz Theater politische Forderungen auf Foto: Martin Haar

Stuttgart - Wo sonst politisches Kabarett aufgeführt wird, tagten in diesem Jahr die Mitglieder der City Initiative Stuttgart (CIS): im Renitenz-Theater. Mit einer gewissen Renitenz lässt sich auch eines der Ziele der CIS beschreiben, die im Kampf um einen verkaufsoffenen Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt nicht locker lässt. „Das ist nach wie vor ein wichtiges Thema für uns“, sagte Vorstandsmitglied Christoph Achenbach (Lederwaren Acker) und forderte, „die Anlassbezogenheit für verkaufsoffene Sonntage im Gesetz zu streichen“.

Die Hintergründe zu dieser Forderung erklärte der neue City-Manager Sven Hahn am Beispiel der Wirkung der langen Einkaufsnächte, zu denen im Schnitt 100 000 Menschen zusätzlich in die Stadt kommen: „Wenn nur fünf Prozent dieser Passanten zu Kunden werden und durchschnittlich 100 Euro ausgeben, dann bedeutet das eine halbe Million Euro mehr Umsatz.“ Und die sei für Handel, Dienstleistung und Gastronomie in Zeiten des Strukturwandels wichtiger denn je. Auch weil „Stuttgart im Vergleich zu anderen Städten den Handel stärker brauche“. In Hamburg mache der Handel zum Beispiel nur 12 Prozent Anteil in der City aus, in Stuttgart seien es 58 Prozent. Zudem sei die Zentralitätskennziffer, die den Zufluss von der Region in die Stadt misst, mit 120 Prozent bedeutend höher als beispielsweise in Frankfurt (102), München (114), Hamburg (112) oder Berlin (106). Nicht zuletzt deshalb sei „die Stadt auf eine gute Erreichbarkeit aus dem Umland angewiesen“.

Citymanager fordert Klarheit

Hahn fordert daher Klarheit und schließlich die Mithilfe der Politik: „Was hat sich auf Grund der veränderten Mobilitätspolitik an den Passantenfrequenzen verändert und was müssen wir dagegen tun.“ Konkret: „Wir fordern, dass Zahlen zu den Frequenzen in der City vor und nach den Fahrverboten öffentlich werden.“

Der neue Citymanager, der im Tätigkeitsbericht einen neuen Mitgliederrückgang von 197 auf 185 bei der CIS und ein Beitragsvolumen von 307 000 Euro vermeldete, will in naher Zukunft mit einer Neuerung aufwarten: „Wir planen zu unseren bisherigen Veranstaltungen und Formaten etwas Neues.“ Präsentieren will Hahn das neue Format zum Jahresende.

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