Polizeieinsatz in Freudenstadt Drohmails lösen erneut Alarm aus

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Die Polizei ermittelt wegen der Drohmails vorige Woche. In Freudenstadt ging eine neue ein und sorgte für einen Großeinsatz der Polizei. Dieser Fall scheint nicht in Verbindung zu stehen mit dem Amokalarm vergangene Woche. Doch die Mails von damals haben wohl einen Verfasser, glaubt die Polizei.

Eine anonyme Drohung hat in Freudenstadt einen Polizeieinsatz verursacht. Den Anonymus erwarten empfindliche Strafen. Foto: dpa-Zentralbild
Eine anonyme Drohung hat in Freudenstadt einen Polizeieinsatz verursacht. Den Anonymus erwarten empfindliche Strafen. Foto: dpa-Zentralbild

Freudenstadt - Nach einer per Mail formulierten Drohung gegen einen Lehrer ist die Polizei in Freudenstadt zu einem Großeinsatz an der Heinrich-Schickhardt-Schule ausgerückt. Die elektronische Post war in der Nacht auf Mittwoch an die Schulleitung geschickt worden. Die verständigte um 6.45 Uhr die Polizei. Schon um kurz nach acht Uhr konnten die Beamten das Gebäude aber wieder frei geben. Die rund 1300 Schüler, die dort unterrichtet werden, bekamen vom Rektorat ebenfalls frei. Wegen der aktuellen Lage ließ der Schulleiter den Unterricht ausfallen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erst in der vergangenen Woche hatten mehrere Drohmails für Aufregung gesorgt. Es gebe keine Hinweise, dass es eine Verbindung gebe zwischen der aktuellen Mail in Freudenstadt und denen der Vorwoche, sagte ein Polizeisprecher. „Wir vermuten, das war ein Trittbrettfahrer.“ Sehr wohl geht die Polizei aber davon aus, dass die Drohmails an Schulen in Schramberg, Offenburg und dem hessischen Bad Nauheim sowie am Zentrum für Psychiatrie in Winnenden von einem Autoren stammen. Dafür spreche sowohl die zeitliche Nähe, in der die Mails abgeschickt wurden, als auch der ähnliche Inhalt. Der Unbekannte hatte die Mails über Umwege übers Ausland verschickt, die Ermittler verfolgen die Spuren derzeit zurück.Wird der Verfasser erwischt, muss er nicht nur mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. Er darf wohl auch die beträchtlichen Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen.