Ein 32-Jähriger prallt mit seinem Kleintransporter auf einen Mercedes. Das ist aber längst nicht alles, was die Polizei vor Ort feststellt.

Leonberg: Thomas K. Slotwinski (slo)

Zunächst sah es nach einem Routineeinsatz aus, doch dann entwickelte sich eine Unfallaufnahme am Sonntag um 11.50 Uhr für die Leonberger Polizei zu einer größeren Sache. Was war passiert? An einer roten Ampel in der Südrandstraße bremste eine 27-Jährige ihren Mercedes ab. Unmittelbar danach krachte ein Kleintransporter auf den Wagen. Dessen 32-jähriger Fahrer hatte den anhaltenden Mercedes offenbar übersehen.

 

Durch die Kollision erlitt die 27-Jährige leichte Verletzungen und wurde vom alarmierten Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei stellte einen Schaden von rund 10 000 Euro fest. Doch dies war nicht die einzige Erkenntnis der Beamten. Beim Fahrer des Kleintransporters nahmen sie, wie es heißt, „Anhaltspunkte für eine mögliche Beeinflussung von berauschenden Mitteln“ wahr. Ein freiwilliger Urintest bestätigte den Drogenverdacht.

Gefälschter Führerschein

Der 32-Jährige musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Zudem konnte er weder Ausweisdokumente noch einen erforderlichen Führerschein vorlegen. Von den Polizisten zur Rede gestellt, gab der Fahrer mehrfach falsche Personalien an. Später händigte er den Beamten einen gefälschten ausländischen Führerschein aus.

Damit nicht genug: An dem Transporter war der Termin zur Hauptuntersuchung bereits seit über elf Monaten abgelaufen. Der Mann dürfte den Pferdemarktsonntag 2026 in unguter Erinnerung behalten, muss er sich nun wegen mehrerer Ordnungswidrigkeiten und Straftaten verantworten.