Eine Zeugin entdeckt ein verdächtiges Inserat im Internet, bei dem Hundewelpen zum Kauf angeboten werden. Die Polizei und eine Veterinärin der Stadt vereinbaren zum Schein einen Termin und schlagen dann zu.

Eine 36 Jahre alte Frau und ein 21-jähriger Mann sollen versucht haben, am Mittwochabend im Stuttgarter Norden drei Hundewelpen, die offenbar aus Ungarn stammen, illegal zu verkaufen. Die Polizei und eine Mitarbeiterin des Veterinäramts der Stadt Stuttgart nahmen die Tiere mit.

Wie die Beamten berichten, hatte eine Zeugin die Polizei alarmiert, nachdem sie ein Inserat im Internet entdeckt hatte, bei dem offenbar zu junge Hunde zum Verkauf angeboten wurden. Die Beamten und die Veterinärin der Stadt machten mit den mutmaßlichen Verkäufern zum Schein einen Termin aus und gaben sich bei der Ankunft zu erkennen. Bei der Übergabe der Tiere stellten sie schließlich fest, dass diese offenbar vor kurzem aus Ungarn eingeführt wurden, und zwar ohne entsprechendes Gesundheitszeugnis, ohne Transponder (Mikrochip) und mit ungenügenden Impfnachweisen.

„Da die Welpen eindeutig zu früh von den Elterntieren getrennt wurden und sie zu jung für einen legalen Verkauf waren und sie darüber hinaus als Auslandstiere ohne Tollwutimpfung einer Quarantäne unterliegen, beschlagnahmte die Veterinärin die Welpen, die sich nun in einem Stuttgarter Tierheim befinden“, so die Polizei weiter. Die beiden Verkäufer müssen nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.