Polizeieinsatz in Stuttgart Verfolgungsjagd am Boden und aus der Luft

Von  

Mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber hat die Polizei am Sonntag einen Autofahrer verfolgt. Erst als ein Unfall geschieht, können die Beamten eingreifen.

Ein Polizeihubschrauber war an der Verfolgungsjagd ebenfalls  beteiligt. Foto: dpa
Ein Polizeihubschrauber war an der Verfolgungsjagd ebenfalls beteiligt. Foto: dpa

Stuttgart - Mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber hat die Polizei am Sonntag einen Autofahrer verfolgt, der rücksichtslos und andere gefährdend im Norden der Stadt unterwegs war. Erst nach dem zweiten Unfall blieb der Wagen stehen und die Polizei konnte den Fahrer festnehmen.

Aufgefallen war der 30 Jahre alte Autofahrer zunächst einem anderen Fahrer. Dieser sah in Zuffenhausen, wie der Mann an mehreren Kreuzungen trotz Rot zeigender Ampeln weiterfuhr. Er verständigte die Polizei. Die Streifenwagenbesatzungen hielten Ausschau nach dem beschriebenen Fahrzeug, einem Mercedes CLK.

An der Schozacher Straße entdeckte eine Streife das Fahrzeug. Der Fahrer sah die Polizei ebenfalls und flüchtete. Er raste durch den Rotweg, die Zabergäustraße, die Strohgäustraße und die Schwieberdinger Straße Richtung Bundesstraße 295, dort fuhr er weiter Richtung Ditzingen. Dabei habe er auf ein Tempo von bis zu 120 Studenkilometer beschleunigt. Bei roten Ampeln habe er nicht abgebremst, streckenweise sei er sogar entgegen der Fahrtrichtung auf Straßen gefahren. Hinzu kamen noch riskante Überholmanöver. Ein erster Unfall ereignete sich an der Solitudestraße, wo der Mercedes mit einem anderen Auto zusammenstieß. Die Polizei habe letztlich die Verfolgung abgebrochen, um nicht weitere Unbeteiligte zu gefährden. Die Streifen am Boden bekamen Unterstützung von der Hubschrauberstaffel: Dessen Besatzung hielt aus der Luft Ausschau nach dem Fahrer.

Nach einem Unfall nehmen Beamte den Autofahrer fest

Gegen 12.45 Uhr erkannte eine Streife das Auto des Flüchtigen an der Kreuzung Steiermärker Straße/Bludenzer Straße wieder. Der 30-Jährige soll dort bei Rotlicht über die Kreuzung gefahren sein, was die Polizei als Provokation einstuft, weil er die Beamten dabei ansah. Die Flucht ging weiter, der Mann raste davon ohne auf die Anhaltezeichen der Polizei zu reagieren. Wieder fuhr er entgegen der Fahrtrichtung und war auch von keiner Ampel zu stoppen. Die Route führte über die Siemensstraße, die Mauserstraße und die Maybachstraße bis zum Pragsattel. Dort fuhr er über den Grünstreifen und kollidierte mit einem anderen Auto. Bei diesem Zusammenstoß wurde der CLK des 30-Jährigen so stark beschädigt, dass er stehen blieb. Er habe sich dann widerstandslos festnehmen lassen. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein und den Wagen des Mannes. Alkoholisiert sei er nicht gewesen. Es wurde eine Blutprobe genommen, um abzuklären, ob er unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 07 11/89 90 41 00 bei der Verkehrspolizei zu melden.

Sonderthemen