Polizeikontrollen in Stuttgart So lief die Schwerpunktkontrolle in den Stadtbahnen

Die Beamten schauen in die einfahrenden Bahnen am Charlottenplatz. Foto: Lg/Piechowski
Die Beamten schauen in die einfahrenden Bahnen am Charlottenplatz. Foto: Lg/Piechowski

Die Polizei überprüft bei einer Schwerpunktkontrolle, ob Fahrgäste in den Stadtbahnen den Mund-Nasen-Schutz korrekt tragen. Ab und zu kommt es zu Missverständnissen.

Lokales: Christine Bilger (ceb)
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Stuttgart - Alle paar Minuten läuft an der Haltestelle Charlottenplatz die inzwischen vertraute Ansage, dass man zur Fahrt mit Bussen und Bahnen einen 3-G-Nachweis vorlegen muss und an den Haltestellen sowie in den Fahrzeugen die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken gilt. Das haben die meisten verinnerlicht. Da die Corona-Infektionszahlen aber auf neue Rekordwerte zusteuern, ist die Polizei zu Schwerpunktkontrollen unterwegs. Darauf hatte auch der Innenminister Thomas Strobl dieser Tage gepocht. Er kündigte Dutzende Kontrollen an. Eine davon war am Dienstag in Stuttgart.

Regelmäßige Durchsagen erläutern die Maskentragepflicht

Trotz der vielen Durchsagen und der Ankündigungen der Kontrollen: Immer wieder ist dann doch mal eine Maske etwas zu tief gerutscht. Sehen die Polizistinnen und Polizisten das durch die Fenster der einfahrenden Bahnen, so warten sie entweder, ob die Person aussteigt, oder gehen in die Bahn und sprechen die Person an. Oft reicht es, wenn die Betroffenen die Uniformierten sehen, und sie rücken den Mund-Nasen-Schutz dorthin, wo er – seinem Namen entsprechend – hingehört: über Mund und Nase.

Die Polizei war mit gut 25 Einsatzkräften unterwegs. Sichtbar waren sie vor allem an den Dreh- und Angelpunkten des Nahverkehrs in der Landeshauptstadt, am Charlottenplatz, am Rotebühlplatz und am Hauptbahnhof. „Wir kontrollieren das korrekte Tragen der Maske“, erläuterte die Polizeisprecherin Ilona Bonn. Die Überprüfung des 3-G-Nachweises obliegt den Betreibern, in Stadtbahnen und Bussen also den SSB.

Im Notfall hilft die Polizei mit einer Maske aus

Unwissenheit kommt dann doch immer wieder vor. Eine Beamtin spricht einen älteren Mann an, der ohne Maske erstaunt vor ihnen steht. „Ich dachte, im Freien gilt das nicht“, sagt er auf den Hinweis, er möge doch bitte eine Maske aufsetzen. Doch, auch am Bahnsteig herrsche Maskenpflicht, erklärt man ihm. Ein paar Minuten später steigt ein junger Mann in Handwerkerkluft aus. Er trägt eine Stoffmaske. Deutsch kann er keines, auf Englisch klären die Einsatzkräfte die Lage. Der junge Mann wusste offenbar nicht, dass Stoffmasken nicht mehr erlaubt sind. Statt eines Anzeigenblocks zieht die Polizistin eine Tüte mit OP-Masken aus der Tasche und gibt ihm eine für die weitere Fahrt.




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