Polizisten in Marbach angegriffen Vier Tatverdächtige in U-Haft

Von red/pho 

Wegen einer Ruhestörung rücken Polizisten in Marbach Sonntagnacht an. Als sie fünf junge Männer kontrollieren wollen, eskaliert die Situation.

Vier der fünf Tatverdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Foto: dpa
Vier der fünf Tatverdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Foto: dpa

Marbach - Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte, gefährliche Körperverletzung sowie Landfriedensbruch und versuchte Gefangenenbefreiung – das sind die Vorwürfe wegen denen die Kriminalpolizei Ludwigsburg gegen eine etwa zehnköpfige Gruppe junger Männer ermittelt, die in der Nacht zum Sonntag eine Polizeistreife in Marbach (Kreis Ludwigsburg) angegriffen und einen der Beamten erheblich verletzt haben. Zwischenzeitlich sind fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 19 und 28 Jahren ermittelt und vier von ihnen in Haft.

Die Polizei kam wegen einer Ruhestörung

Gegen 1.40 Uhr war die Polizei zu einer Ruhestörung in der Wildermuthstraße gerufen worden. Die eingesetzte Polizeistreife traf die Gruppe vor einem Eiscafé an und war im Begriff, die Personen zu kontrollieren, als die jungen Männer von einem unbeteiligten Dritten angesprochen wurden, der die Polizei-Kontrolle infrage stellte. Daraufhin versuchte einer von ihnen zu flüchten, kam dabei aber ins Straucheln und wurde von den Beamten festgehalten. Die übrigen Personen reagierten daraufhin mit einem Angriff auf die Polizisten, schlugen mit Fäusten auf sie ein und verletzten einen von ihnen so stark am Kopf, dass er im Krankenhaus versorgt werden musste. Im Anschluss flüchteten die Angreifer in Richtung Altstadt.

Vier Tatverdächtige sitzen in U-Haft

Drei Tatverdächtige im Alter von 18, 19 und 28 Jahren wurden im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung noch in der Nacht und zwei weitere, 19 und 20 Jahre alte Männer am Montag vorläufig festgenommen. Sie wurden am Montag und am Dienstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der den 20-Jährigen wieder auf freien Fuß setzte. Gegen die übrigen Tatverdächtigen setzte er die von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragten Haftbefehle in Vollzug und wies sie in verschiedene Justizvollzugsanstalten ein. Die Ermittlungen zu den weiteren Tatbeteiligten dauern an. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigsburg unter der Telefonnummer 07141/189 entgegen.