Pop-CDs der Woche Neues von Iggy Pop, Niels Frevert, Wanda und anderen

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Feine Namen stehen auf der Liste der Neuveröffentlichungen an diesem Freitag, dem 6. September. Dabei sind Alternativerocker und Songwriter aus den Großbritannien, Deutschland und Österreich – sowie ein Altmeister aus den USA.

Einige der Neuerscheinungen in dieser Woche Foto: Labels
Einige der Neuerscheinungen in dieser Woche Foto: Labels

Stuttgart - Feine Namen stehen auf der Liste der Neuveröffentlichungen an diesem Freitag, dem 6. September. Dabei sind Alternativerocker und Songwriter aus den Großbritannien, Deutschland und Österreich – sowie ein Altmeister aus den USA. Mit dem, Ehre wem Ehre gebührt, geht’s auch gleich los.

Iggy Pop: Free

Achtung, liebe Freunde der grobschlächtigen Rockmusik: bitte gleich zum nächsten Punkt weiterspringen! Denn Iggy Pop hat diesmal ein Album veröffentlicht, das so ganz und gar nichts mit seinem letzten Werk „Post Pop Depression“ von vor drei Jahren sowie dem gesamten restlichen Oeuvre des lederhäutigen Leguans gemein hat. Nämlich ein ulkiges Ambientalbum! Sein letztes Album, erzählt der rüstige Rockrentner, habe ihn nämlich in eine postpopuläre Depression gestürzt, aus der er sich mühsam habe befreien müssen. Und so hat er sich den doch sehr famosen Jazztrompeter Leron Thomas gegriffen und mit ihm ein durch die Bank verblüffendes, toll und unglaublich farbig instrumentiertes Werk aufgenommen, das den Musiker von einer ganz neuen Seite zeigt. Als samtigen Sänger, der ruhig seine Zeilen über einen jazzig angehauchten Klangteppich legt, und der dabei so ziemlich alles vergessen lässt, was man bisher über sein Schaffen dachte. Sich als 72-Jähriger so derart neu zu erfinden, ist schon eine Leistung. Das ganze auch noch in dieser Klasse hinzubekommen. erst recht.

Niels Frevert: Putzlicht

Niels Freverts Album „Putzlicht“ ist ein unfassbar feinfühlig-filigran arrangiertes Album voller Popkostbarkeiten, die opulent und doch aufs Wesentliche konzentriert betören, Innenansichten und Bestandsaufnahmen zwischen ­Ergriffenheit und Ernüchterung bieten: Allein schon die titel­gebende Ballade „Putzlicht“, in die sich der Soul schleicht, und das Lied „Immer noch Musik“, eine unerhört schöne Liebeserklärung an die heilsame Wirkung der Musik, machen die Platte zu einem Ereignis. Am 3. Dezember tritt Niels Frevert in Stuttgart im ­Wizemann (Studio) auf.

Wanda: Ciao!

Die Herrschaften aus Wien legen ein echtes Rekordtempo vor. „Ciao!“ ist bereits ihr viertes Album in nur fünf Jahren. Ist’s den Marktbedingungen geschuldet oder unbremsbare Kreativität? Ausführlicher gehen wir in den folgenden Tagen auf das Album und diese Frage ein.

Adam Green: Engine of Paradise

Für Rekordtempo nicht gerade bekannt ist hingegen Adam Green. Er legt allerdings jetzt schon sein neuntes Album vor. Auch mit dem neuen Werk des New Yorker Songwriters beschäftigen wir uns in den kommenden Tagen noch ausführlich.

Chrissie Hynde: Valve Bone Woe

Fünf Jahre nach ihrem Solodebüt „Stockholm“ legt die Frontfrau der Pretenders jetzt ihren Zweitling vor. Es handelt sich diesmal um ein reines Coveralbum, das bunt gemischt Adaptionen etwa von Nick Drake, Brian Wilson, ihrem Exmann Ray Davies und Frank Sinatra paart. Das klingt auf jeden Fall schon mal originell.

Barns Courtney, Sheryl Crow und andere

Ein neues Album gibt es auch vom zauberhaften Songwriter Barns Courtney – „404“ heißt das Werk des Briten. Und auch Sheryl Crow bringt an diesem Freitag ein besonderes Album heraus: auf „Threads“ begrüßt sie gleich eine ganze Latte an prominenten Gästen, unter anderem Stevie Nicks, Eric Clapton, Chuck D und die achtzigjährige Soulikone Mavis Staples.

Und daneben erscheinen natürlich noch zahlreiche weitere Alben.




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