Pop-CDs der Woche Neues von Stephen Malkmus, Francis Rossi und Karen O

Von Bernd Haasis 

Was hat die Popszene aktuell zu bieten? Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Neuerscheinungen vom 15. März.

Das bringt der 15. März: Alben von Townes van Zandt, Stephen Malkmus, Tal Wakenfield, Matmos, Francis Rossi & Hannah Rickard und Karen O und Danger Mouse (von links oben im Uhrzeigersinn) Foto: Label
Das bringt der 15. März: Alben von Townes van Zandt, Stephen Malkmus, Tal Wakenfield, Matmos, Francis Rossi & Hannah Rickard und Karen O und Danger Mouse (von links oben im Uhrzeigersinn) Foto: Label

Stuttgart - Wie wär’s mit dem Elektro-Album von Stephen Malkmus oder ungehörten Aufnahmen von Townes van Zandt? Außerdem im Angebot: Platten von Karen O, Francis Rossi oder The Cinematic Orchestra – die wichtigsten Neuerscheinungen vom 15. März im Schnelldurchgang.

Stephen Malkmus: Groove Denied

Der frühere Sänger der kalifornischen Indierock-Band Pavement wird nun auch seiner Band The Jicks abtrünnig und veröffentlicht ein Soloalbum, auf dem er auf Elektro-Sound setzt. Wie uns „Groove Denied“ gefallen hat, erfahren Sie hier.

Tal Wilkenfield: Love Remains

Die Wunderbassistin aus Australien, die mit 21 schon Chick Corea und Jeff Beck auf Tournee begleitet hat, ist inzwischen 32 – und zeigt auf ihrem zweiten Soloalbum, dass sie eine starke Stimme hat, einen Sinn für große Melodien und eine Gabe, eingängigen Pop und Fusion-Jazz mit New-Romantic-Feeling zu verbinden. Zur Rezension geht es hier.

The Cinematic Orchestra: To Believe

Das britische Ensemble veröffentlich nach zwölf Jahren Pause wieder ein Album voller Breitband-Elektro-Sinfonik mit Gästen wie dem Sänger Roots Manuva.

Bonnie Tyler: Between the Earth and the Stars

Die Waliserin mit der Reibeisenstimme hat mit 67 ein weiteres Album aufgenommen, dessen Titel viel verspricht. Die erste Single „Hold on“ klingt nach amerikanischem Mainstream-Poprock aus ihrem Jahrzehnts – den 80ern.

Matmos: Plastic Anniversary

Das Elektronik-Duo aus San Francisco hat nach eigenen Angaben alle Sounds auf diesem Album mit Kunststoff-Objekten erzeugt und daraus experimentell-orchestrale Stücke gestrickt.

Francis Rossi & Hannah Rickard: We talk too much

Der Kopf der englischen Rock’n’Roller Status Quo macht gemeinsame Sache mit der Country-Sängerin und -Geigerin Hannah Rickard, womit die musikalische Zielrichtung des Albums schon ziemlich exakt beschrieben wäre.

Karen O: Lux Prima

Die Sängerin der New Yorker Band Yeah Yeah Yeahs hat ihr zweites Soloalbum in Kollaboration mit dem Produzenten Danger Mouse eingespielt. Das Ergebnis ist ein ausladender, facettenreicher Klangteppich, auf dem ihre Stimme sich nach Lust und Laune räkeln kann.

Townes van Zandt: Sky Blue

1997 ist der große US-Singer/Songwriter gestorben, und immer noch werden Preziosen ausgegraben, in diesem Fall Demo-Aufnahmen, die er 1973 in einem High-End-Heimstudio in Atlanta aufgenommen hat. Ganz pur klingt van Zandt hier, allein zur Gitarre singend – und wie der einsame Schmerzensmann, der er gewesen sein muss.

Sophie Zelmani: Sunrise

Auch mit 47 hat die schwedischen Singer/Songwriterin noch eine betörende Mädchenstimme, die über gefühligen Folk-Pop-Songs schwebt.

Helge Lien Trio: 10

Ein Doppelalbum hat der norwegische Jazz-Pianist mit seinem Trio eingespielt. Die Regentropfen auf dem Cover sind Programm: In instrumentalen Kostbarkeiten bearbeiten die drei die unterschiedlichen Wetterlagen des Lebens. Zur Rezension geht es hier.

Hans Zimmer, dArtagnan, Zebrahead und mehr

Ebenfalls neu am Start mit aktuellen Alben sind in dieser Woche Hans Zimmer, dArtagnan, Tom Russell, Truck Stop, Gary Hoey, Roland Kaiser und Zebrahead – um nur einige zu nennen. Einen Überblick über die Veröffentlichungen der zurückliegenden Wochen gibt es hier und hier.