Pop-Musik aus der Region Mit harten Bandagen

Hier dreht sich alles um Musik: Hans Derer (zweiter von rechts) mit einem Teil seiner Mannschaft von 7-Us. Foto: Horst Rudel
Hier dreht sich alles um Musik: Hans Derer (zweiter von rechts) mit einem Teil seiner Mannschaft von 7-Us. Foto: Horst Rudel

Hans Derers Musikverlag 7-Us in Winnenden existiert jetzt seit sieben Jahren. Sieben Labels zu allen möglichen Musikrichtungen gibt es hier unter einem Dach. Trotz der riesigen Konkurrenz ist 7-Us gut unterwegs.

Rems-Murr: Thomas Schwarz (hsw)
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Winnenden - Was auf die Zuschauer und Hörer so bunt, fröhlich und faszinierend wirkt, erweist sich beim Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts als eine Branche, in der mit harten Bandagen um jeden Anteil des Marktes gekämpft wird. „Und die Bedingungen in unserer Branche verändern sich in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit“, sagt Hans Derer, der in Winnenden seit sieben Jahren den Musikverlag 7-Us betreibt.

Riesenerfolge mit Depesh Mode und Kelly Family

Derer, der von der Boulevardpresse auch schon als schwäbischer Tycoon bezeichnet wurde, ist ein alter Hase im Rock- und Pop-Geschäft. Als Pressereferent der Stuttgarter Plattenfirma Intercord hat er in den 80-er Jahren die Band Depeche Mode in Deutschland betreut, die Straßenmusiker der Kelly Family promotete er 1994, als diese praktisch von heute auf morgen mit dem Album „Over the Hump“ einen unglaublichen Erfolg hatten. Allein in Deutschland wurde die Platte mehr als 2,5 Millionen Mal verkauft. Die Platin-Scheibe hängt gerahmt in den Räumen von 7-Us, daneben die goldene Langspielplatte für „Music for the Masses“ von Depeche Mode.

„Früher musste man 250 000 Platten verkaufen, um Gold zu bekommen, heute braucht man nur 100 000“, erläutert Derer einen der gewaltigsten Unterschiede zu vor sieben Jahren. „Damals machte der Anteil von Downloads nur einen Bruchteil unseres Umsatzes aus. Das meiste Geschäft wurde über CDs gemacht. Heute ist es genau anders herum.“ Ausgenommen sei der Heavy-Metal-Bereich. „Die wollen weiterhin CDs. Wahrscheinlich sind die wegen der aufwändigen Cover so konservativ“, meint Derer.




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