Porjekt in Neugereut Zweiter Anlauf für Wohnungsbau

Von Iris Frey 

Die Baugenossenschaft Friedenau will auf ihrem Grundstück an der Kormoranstraße 30 Wohneinheiten schaffen. Das Vorhaben war schon einmal umstritten.

Die Baugenossenschaft Friedenau plant neben ihren bestehenden Gebäuden  einen Neubau mit 30 Wohneinheiten. Foto: Baugenossenschaft Friedenau (z)
Die Baugenossenschaft Friedenau plant neben ihren bestehenden Gebäuden einen Neubau mit 30 Wohneinheiten. Foto: Baugenossenschaft Friedenau (z)

Neugereut - Die Baugenossenschaft Friedenau möchte auf ihrem Grundstück in Neugereut einen Neubau mit 30 Wohneinheiten zu den bestehenden Bauten in der Pelikanstraße 3 bis 19 errichten. Der Geschäftsführende Vorstand Heinz-Joachim Robels hofft, dass der Bau verwirklicht werden kann. „Die Friedenau möchte damit auch einen Beitrag zum Bündnis für Wohnen des Oberbürgermeisters Fritz Kuhn mit den Wohnbaugenossenschaften in Stuttgart leisten.“

Es ist der zweite Anlauf für das Bauvorhaben. 2006 gab es schon einmal einen Vorstoß, der jedoch scheiterte. Damals sammlten Anwohner rund 800 Unterschriften. Bei den Protesten ging es ums Parken, um die Sorge vor großer Beschattung sowie um den Erhalt des Bolzplatzes. Nun wurde die Planung überarbeitet. Stadtplanerin Karin Lauser verweist darauf, dass der Kompromissvorschlag im Oktober im Arbeitskreisbeirat der Sozialen Stadt vorgestellt und für gut befunden wurde. „Wir haben mit der Stadtverwaltung, dem Baurechtsamt, dem Stadtplanungsamt und Baubürgermeister Peter Pätzold gesprochen und uns an die Rahmenbedingungen gehalten“, betont Robels. Er hofft, noch in diesem Jahr den Bauantrag einreichen und Ende 2019/Anfang 2020 mit dem Bau anfangen zu können. Die Investitionssumme könne noch nicht beziffert werden. Die Baugenossenschaft hat das Architekturbüro Heimsch + Partner ins Boot geholt.

Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten

Das jetzige Bauvorhaben umfasst 30 Wohneinheiten in einem achtstöckigen Gebäude entlang der Kormoranstraße. Es sollen zeitgemäß ausgestattete Wohnungen für breite Schichten der Bevölkerung entstehen. „Wir bemühen uns, unsere Mieten preiswert zu kalkulieren“, so Robels. „Unsere Mieten sind deutlich unter dem Stuttgarter Mietspiegel, das streben wir hier auch an“, erklärt der Geschäftsführer. Die Planung umfasst Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen und Wohnungsgrößen zwischen 59 bis 97 Quadratmeter. Auch wird es barrierefreie Wohnungen geben. Die Wohnungen werden um ein zentrales Treppenhaus angeordnet. Es entsteht eine Gesamtwohnfläche 2430 Quadratmetern. Die Baugenossenschaft Friedenau hat auf demselben Areal im Bestand 186 Wohnungen.

Die Freiflächen des Hochbaus werden auch neu gestaltet, kündigt der Geschäftsführer an. Die Grünfläche entlang der Kormoranstraße werde mit einer Baumreihe und Heckenpflanzungen aufgewertet. Auch soll es eine neue Wegeführung geben, um die Vernetzung von Quartier und Straßenraum zu verbessern. Die Stellplätze für den Neubau sollen seinen Angaben zufolge oberirdisch auf Rasenpflaster angelegt werden. Sie sollen bis zur Fertigstellung als Ausgleichsflächen für den Baubetrieb dienen. „Damit ermöglichen sie eine Baulogistik ohne Störungen für die Anwohner“, so Robels.

Über das Bauprojekt wird am Dienstag, 27. November, ab 17.30 Uhr in der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirats Mühlhausen im Bezirksamt Mühlhausen, Mönchfeldstraße 35, informiert.

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