Pornosucht So erkennt man die Sucht

Von Melanie Maier 

Anzeichen Suchterkrankungen erkennt man am sogenannten SAFE-Prinzip. Dabei steht das S für „Secret“: Die Sucht wird meist geheim gehalten. Das A bedeutet so viel wie „Abusive“ im Sinne von missbräuchlich – gegenüber sich selbst oder auch anderen. Das F kommt von dem Wort „Feelings“: Mit der Suchthandlung werden negative Gefühle wie Wut, Langeweile oder Trauer kompensiert. Das E steht für „Empty“ – ohne emotionalen Bezug zu einer Person.

Handeln Menschen, die befürchten, sie könnten süchtig sein, sollten sich fragen: Wie viel Zeit am Tag beschäftige ich mich mit dem Thema? Kann ich problemlos auf das Verhalten verzichten? Hat es negative Konsequenzen – für den Beruf, die Familie, das Geld oder die Partnerschaft? Auch schlechte Stimmung und Gereiztheit sind Symptome der Suchterkrankung.

Trigger Verschiedenste Situationen und Reize können das Suchtverhalten auslösen: Zum Beispiel der Anblick einer Dessous-Werbung (Reiz), der Sieg der bevorzugten Fußballmannschaft (Belohnung) oder die Schlappe im Bewerbungsgespräch (Trost).

Hilfe In fast jeder größeren Stadt werden Selbsthilfegruppen angeboten. Ein erster Schritt auf dem Weg zur Heilung können Ratgeberbücher und entsprechende Webseiten sein. Eine Liste hilfreicher Adressen findet man unter www.dijg.de/pornographie-sexsucht-pornosucht/adressen

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