Porsche baut Batterie-Fabrik in Tübingen Eine überfällige Kehrtwende

VW und Porsche investieren in eine eigene Batterie-Produktion in Tübingen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Der VW-Konzern ergreift bei Batteriezellen für E-Autos die Initiative. Andere Hersteller sollten folgen. Wichtig für Porsche ist, dass der Sportwagenbauer in den VW-Plänen eine zentrale Rolle spielt, kommentiert Andreas Schröder.

Nachrichtenzentrale: Andreas Schröder (sö)

Stuttgart - Der Volkswagen-Konzern hat beim Thema Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos einen strategischen Kurswechsel vollzogen. Die Branche insgesamt hat lange gezögert, Geld in eine eigene Produktion zu investieren. Insbesondere Volkswagen und die Stuttgarter Konzerntochter Porsche haben nun kräftig Anlauf genommen, um Versäumtes nachzuholen. Das ist eine gute Entscheidung.

 

Auch andere Hersteller wie BMW und Daimler wären gut beraten, sich intensiver mit dem Thema Zell-Produktion zu beschäftigen, wollen die deutschen Hersteller doch in den kommenden Jahren überwiegend Fahrzeuge anbieten, die elektrisch oder teilelektrisch angetrieben werden. Eigene Produktionskapazitäten bei zentralen Bauteilen für Elektromodelle auf- und auszubauen muss deshalb noch stärker in den Fokus rücken.

Jahrelang hieß es, die Zellenproduktion sei wirtschaftlich nicht sinnvoll

Die Branche hat lange Jahre argumentiert, es sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, Batteriezellen in Großserie zu produzieren. Zu hoch seien die Investitionen. Asiatische Hersteller hätten zudem einen großen technischen Vorsprung und könnten kostengünstig sehr hohe Stückzahlen fertigen. Das klang schon immer irgendwie mutlos. Bei Batteriezellen abhängig zu sein könnte womöglich die milliardenschwere E-Autooffensive gefährden.

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