Porsche-Museum Zuffenhausen Das Porsche-Museum wird zehn Jahre alt

Von Bernd Zeyer 

Am 31. Januar 2009 ist das Porsche-Museum eröffnet worden. Der zehnte Geburtstag wird das ganze Jahr 2019 über gefeiert, auch einige Prominenz wird nach Zuffenhausen kommen. Höhepunkt wird ein Geburtstags-Wochenende am 2. und 3. Februar sein.

Achim Stejskal präsentiert den neuen multimedialen Museumsguide. Er sitzt auf einem Porsche 917. Das Modell wird 2019 ein halbes Jahrhundert alt. Foto: Bernd Zeyer 11 Bilder
Achim Stejskal präsentiert den neuen multimedialen Museumsguide. Er sitzt auf einem Porsche 917. Das Modell wird 2019 ein halbes Jahrhundert alt. Foto: Bernd Zeyer

Zuffenhausen - Zehn Jahre alt wird das Porsche-Museum 2019. Der runde Geburtstag soll gebührend gefeiert werden. Dabei wird auch einige Prominenz nach Zuffenhausen kommen. Höhepunkt soll das erste Februar-Wochenende sein. Was genau geplant ist, das hat der Museumschef Achim Stejskal bei einem Pressefrühstück erläutert. „Das Museum ist die Visitenkarte der Marke“, sagte er am Montagvormittag. Es biete einen unkomplizierten Zugang zur Marke, sei aber weit mehr als eine reine Fahrzeugausstellung. Ausstellung, Archiv, Werkstatt, so laute der „historische Dreiklang“ am Porscheplatz 1.

Laut Stejskal haben mehr als 4,2 Millionen Gäste das Museum seit seiner Eröffnung besucht. Fast die Hälfte davon kam aus dem Ausland. 93 Prozent der Besucher habe den Aufenthalt positiv bewertet. 635 Fahrzeuge gebe es mittlerweile in der Sammlung, 80 davon sind ausgestellt. Die Bestückung wechsle praktisch täglich. Die Autos würden allerdings nicht nur gezeigt, sondern seien weltweit noch bei verschiedenen Veranstaltungen im Einsatz und zwar durchschnittlich 1500 Mal im Jahr. Besonders stolz ist Stejskal auf das im Museumsgebäude beheimatete Archiv. Dieses sei ein „informatives Rückgrat“ für die ganze Firma – und weltweit das umfangreichste Industriearchiv dieser Art. Auf circa 1000 Quadratmetern werden 2,5 Millionen Fotos und Dias, 12 000 Prospekte, 15 000 Pressemeldungen und 1700 Stunden Film gelagert.

Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2005

Eröffnet worden ist der Neubau am 31. Januar 2009. Die architektonische Gestaltung stammt vom Wiener Architektenbüro Delugan Meissl, das sich gegen rund 170 Konkurrenten durchsetzen konnte. Offizieller Start des Bauprojekts war im Oktober 2005, im Februar 2007 war der Rohbau fertig. Schon vor dem Neubau hatte es ein Porsche-Museum gegeben, es war seit 1976 in Werk 2 untergebracht.

Passend zum runden Geburtstag gibt es bereits seit dieser Woche einen neuen Multi-Media-Guide für die Besucher. Er ist in Größe und Funktion an Smartphones angelehnt und bietet zahlreiche Informations-Möglichkeiten in acht Sprachen. Wer vor einem ausgestellten Fahrzeug steht, kann sich unter anderem technische Daten, Bilder, Filme und kleine Histörchen über das Exponat anhören und ansehen.

Die eigentlichen Geburtstagsfeierlichkeiten starten Ende Januar. Am 28. wird es im Museum ein Konzert mit der Gruppe „Revolverheld“ geben, Karten werden über einen Radiosender verlost. Am 31. Januar ist der Schauspieler Richy Müller für eine Lesung zu Gast, am 1. Februar tritt der Komiker Andreas Müller auf, am 3. Februar spricht der Philosoph und Publizist Richard David Precht. Eintrittskarten zu den drei letztgenannten Veranstaltungen gibt es bei Easy Ticket. Noch nicht terminiert sind spezielle Museumsführungen durch bekannte Rennfahrer wie Hans Joachim Stuck.

Am Geburtstags-Wochenende ist der Eintritt frei

Eigentlicher Höhepunkt im Jahr 2019 dürfte das Geburtstags-Wochenende am 2. und 3. Februar sein. Besucher müssen keinen Eintritt bezahlen, es sind diverse Sonderführungen vorgesehen. Zudem soll am Samstag, 2. Februar, ein drei Meter großer Geburtstagskuchen angeschnitten und natürlich auch gegessen werden. Besonders im Mittelpunkt im Jahr 2019 stehen zwei Porsche Modelle: Sowohl der 917 als auch der 914 erblickten vor 50 Jahren, also 1969, das Licht der automobilen Welt. Beide Modelle werden in Sonderausstellungen präsent sein, außerdem werden historische Fahrzeuge restauriert. Darunter auch einer von insgesamt nur zwei gebauten Porsche 914/8. Es handelt sich um einen Versuchswagen von Ferdinand Piëch mit Achtzylinder-Motor.

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