Porsche-Prozess Urteil verzögert sich

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Porsche Automobil Holding SE, Wendelin Wiedeking (rechts) steigt zusammen mit seinem Anwalt Hanns Feigen (links) auf dem Weg zum Landgericht in Stuttgart aus einem Porsche Panamera. Foto: dpa
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Porsche Automobil Holding SE, Wendelin Wiedeking (rechts) steigt zusammen mit seinem Anwalt Hanns Feigen (links) auf dem Weg zum Landgericht in Stuttgart aus einem Porsche Panamera. Foto: dpa

Das Urteil im Prozess gegen Ex-Porschechef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter ist verschoben worden – eine erneute Beweisaufnahme sei nötig.

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Stuttgart - Es gebe neue Schlussfolgerungen der Staatsanwaltschaft, welche eine erneute Beweisaufnahme vor einer Urteilsverkündung im Porsche-Prozess erforderten, sagte der Vorsitzende Richter Frank Maurer am Donnerstag am Stuttgarter Landgericht. Bisher wollte er das Urteil am 4. März verkünden. Ein neuer Termin für den Richterspruch steht noch nicht fest, als wahrscheinliches Datum gilt der 18. März. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die geplatzte Übernahme des Branchenriesen VW durch Porsche 2008.

Hintergrund ist das Plädoyer der Staatsanwaltschaft von vergangener Woche, in der die Ankläger ihren Vorwurf der Marktmanipulation gegen Wiedeking und Härter ausführlicher begründet hatten. Es sei den Managern nicht nur darum gegangen, den Kurs der VW-Aktie zu stützen, sondern diesen in die Höhe zu treiben. Kommende Woche sollen daher ein Rechtsberater und ein Banker abermals befragt werden - sie waren bereits in den vergangenen Monaten im Zeugenstand.

Laut Anklage verschleierten die Manager ihre Pläne lange Zeit, um den VW-Börsenkurs zu steuern. Die beiden bestreiten das. Damals verloren Anleger wegen Schwankungen des VW-Kurses Milliardenbeträge.

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