Poser-Treffen in Ludwigsburg Polizei stellt Motorrad-Raser – mit 150 km/h auf B27 unterwegs
Ein Motorradfahrer hat erst an einem Treffen der Tuning-Szene in Ludwigsburg teilgenommen, dann gingen die Gäule mit ihm durch.
Ein Motorradfahrer hat erst an einem Treffen der Tuning-Szene in Ludwigsburg teilgenommen, dann gingen die Gäule mit ihm durch.
Als ob es das tödliche Raserunglück in Ludwigsburg nie gegeben hätte – auf einer Ausfallstraße ist am Wochenende mutmaßlich wieder mit mehr als 150 Stundenkilometern gefahren worden. Ein 23-Jähriger hatte erst an einem Treffen der Poser-Szene auf dem Tammerfeld teilgenommen, später stieg er auf sein Motorrad und raste auf der B27, bis die Polizei ihn stoppte.
Der Vorfall ereignete sich gegen 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag. Nach einem Aufruf in den sozialen Medien hatten sich rund 1000 Personen zu einem Treffen von Autoliebhabern auf einem großen Parkplatz in der Heinkelstraße versammelt. Dort bestaunten sie gegenseitig ihre rund 500 Fahrzeuge. Die Polizei stellte dort rund 17 Ordnungswidrigkeiten fest, hauptsächlich unzulässige Tunings und dadurch entstehenden Lärm.
So richtig laut wurde es nach Angaben der Polizei gegen 1 Uhr, als der 23-Jährige mit seiner Honda losfuhr. Er raste vom Parkplatz, hielt kurz an einer roten Ampel und katapultierte sein Gefährt dann mutmaßlich mit mehr als 150 Kilometer pro Stunde über die B27 in Richtung Ludwigsburg. Erlaubt sind auf dem Streckenabschnitt bis zur Auffahrt auf die Autobahn 81 Ludwigsburg-Nord nur 50 Stundenkilometer, danach bis zum Ortseingang der Kreisstadt 70.
Die Polizei reagierte prompt: An einer roten Ampel am Ortseingang von Ludwigsburg beendete eine Streifenwagenbesatzung die Fahrt des 23-Jährigen, führte eine Kontrolle durch und beschlagnahmte nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft den Führerschein des Fahrers.
Der junge Mann muss nun mit einer Strafanzeige wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens rechnen. Erst kürzlich waren drei Männer aus Ludwigsburg nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang auf der Schwieberdinger Straße vom Landgericht Stuttgart verurteilt worden. Der Strafprozess machte die möglichen Folgen illegaler Autorennen und sinnloser Raserei deutlich.