PR-Offensive für das Remstal-Event Gartenschau feilt an ihrem Image

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Im kommenden Jahr beginnt der Countdown für das 2019er-Großereignis Remstalgartenschau – mit Filmen, Präsentationen und Aktionen. Zudem soll das Drehbuch des Events entstehen.

Der neue Film zur Remstalgartenschau: Sarah Gros NF    mit ihrem Filmpartner am Plüderhausener Badesee. Foto: Remstal Gartenschau
Der neue Film zur Remstalgartenschau: Sarah Gros NF mit ihrem Filmpartner am Plüderhausener Badesee. Foto: Remstal Gartenschau

Schorndorf - Die Besucher der Neujahrsempfänge im Remstal Anfang Januar können sich auf eine bildgewaltige Gartenschauwerbung einstellen. Am Dienstag ist in einer Vorabaufführung erstmals der Imagefilm zu sehen gewesen, mit dem die Remstalgartenschau 2019 neue Freunde gewinnen will. Der im Frühherbst gedrehte Vierminüter ist, so viel sei verraten, eine bewegungsgeladene Schau mit fetziger Musik, die im warmen Herbstlicht die Themen der jeweiligen Gemeinden ins Bild setzt – samt vieler mit Drohnen gedrehter Luftaufnahmen. Im Mittelpunkt steht ein aktives Paar, mit dabei die Schauspielerin Sarah Gros NF. Es habe Spaß gemacht, so viele Plätze im Remstal neu zu entdecken, sagt die Aalenerin. Auch wenn es bei den Dreharbeiten am frühen Morgen im Joggingdress ein wenig kalt gewesen sei. Auch der Wengerter Werner Kuhnle hat seinen Auftritt mit der Rebschere, er hat zu seinen vielen Talenten nun auch die Schauspielerei für sich entdeckt. „Das Remstal ist unendlich viel Kunst“, sagt er im Film.

Gartenschau-Drehbuch wird im März festgelegt

Mit dem Streifen, den die Schorndorfer Agentur Joussen Karliczek organisiert hat, wollen die Gartenschaumacher offensichtlich die Herzen gewinnen für ein Event, das im zurückliegenden Jahr in einigen Punkten mit Widerständen zu kämpfen hatte. Was dabei alles zu sehen ist, gleichsam das Drehbuch der Gartenschau, soll bei einem Workshop am 24. März festgelegt werden, kündigte der Gartenschaugeschäftsführer und Finanzbürgermeister von Schorndorf, Thorsten Englert, an. Etwa die Frage, ob im Jahr 2019 Eintritt verlangt werde, ob es Zäune gibt und ob alle beteiligten ­Kommunen die vollen 205 Tage mit dabei sind. Es könne dabei von Ort zu Ort unterschiedliche Lösungen geben, vielleicht werde auch nur für bestimmte Events Eintritt verlangt, sagte der Gartenschausprecher, der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Es gäbe viele Ideen, etwa die Schorndorfer Kunstnacht oder das Zeltfestival ins Remstalformat umzumodeln. Entscheidend bei dem, was umgesetzt werde, sei letztlich das Votum der Gesellschafter, sagt ­Matthias Klopfer.

„Renaturierung wird noch klappen“

Die Sorge, dass einige Kommunen im Remstal mangels funktionierender Projekte ins Hintertreffen geraten, will Klopfer so nicht teilen. In Remshalden beispielsweise gäbe es viele Projekte dank einem herausragenden ehrenamtlichen Engagement – und Winterbach könne mit den vielen Wengertern punkten. „Außerdem wird es dort mit der Remsnaturierung noch klappen“, glaubt Klopfer. Um Pannen auf der Remsbahn bei der Einführung der neuen Züge im Juni 2019 zu vermeiden, fordert Klopfer den künftigen Betreiber Go Ahead auf, die neuen Fahrzeuge bereits zuvor auf der Strecke zu testen. Man sei miteinander im Gespräch.

Um das Event bekannter zu machen, haben sich die Gartenschaumacher für 2017 einiges vorgenommen. Anfang April soll beispielsweise eine Brezel mit der Form des Unendlichkeits-Logos der Gartenschau präsentiert werden. Anfang Mai wollen Klopfer und seine Mitstreiter einen „G 16“-Gipfel veranstalten, mit Fahrradtouren in die jeweiligen Gartenschaukommunen. Die Stallwächter-Party der Gartenschau soll Anfang August in Essingen (Ostalbkreis) stattfinden. Und für den November ist die Präsentation eines Remstal-Spiels vorgesehen. Es soll, so wurde am Dienstag von den Organisatoren verraten, eine auf die Gartenschaukommunen projizierte Fassung des bekannten Brettspiels „Die Siedler von Catan“ sein.