Prachtvolle Architektur Bauen in Japan

Hochzeitskapelle von Hiroshi Nakamura in Onomichi in der Präfektur Hiroshima, entstanden 2014 Foto: Nacasa & Partners Inc./Nacasa & Partners Inc. CF 7 Bilder
Hochzeitskapelle von Hiroshi Nakamura in Onomichi in der Präfektur Hiroshima, entstanden 2014 Foto: Nacasa & Partners Inc./Nacasa & Partners Inc. CF

Falls die Olympischen Spiele in Tokio nicht wie erhofft spannend werden: Ein Prachtband präsentiert in Text und Bild zeitgenössische japanische Architektur.

Leben: Nicole Golombek (golo)
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Stuttgart - Für diese Hochzeit sollte man besser gut zu Fuß sein, High Heels empfehlen sich jedenfalls nicht: Wer in der Hochzeitskapelle von Hiroshi Nakamura heiratet, muss erst eine verschlungene Wendeltreppe hinaufsteigen, jeder für sich. Dann schreitet das Paar, das sich oben hoffentlich nicht verfehlt hat, gemeinsam hinunter, blickt dabei auf Himmel und Erde (Inseln, Berge, Meer), um sich, unten angekommen, feiern zu lassen. Dies für jene zur Kenntnis, die die Olympischen Spiele in Tokio vom 23. Juli bis zum 8. August als Anlass für eine Japanreise nutzen und unterwegs auf die Idee kommen sollten zu heiraten.

Drei Kilogramm voll Architektur

Alle anderen bleiben daheim und blättern in dem Prachtband über zeitgenössische japanische Architektur. Ein klassisches Coffee-Table-Book – wobei der Coffee Table, also das Beistelltischlein stabil sein sollte, denn das großformatige Buch wiegt über drei Kilogramm.

Ein hell erleuchteter Raum ist zudem von Vorteil, denn die silberfarbene Schrift auf dem schwarz glänzenden, hochwertig dicken Papier ist nur bei ausreichend Lux lesbar. Geht aber, und lohnt sich.

Einfach durchstaunen

Philip Jodidio gibt einen profunden Überblick über die Architekturgeschichte des immer wieder von Erdbeben erschütterten Landes, in dem zudem über 90 Prozent der Menschen in Metropolen auf engstem Raum leben. Umso fantastischer, origineller und – siehe Hochzeitsturm – poetischer sind die Entwürfe der Architekten.

Sie werden in Kurzbiografien vorgestellt, in Text und Bild erfährt man Erhellendes über beeindruckende Baukunst. Private Häuser sind darunter, Museen, Sportstadien, Konzerthäuser und Aussichtstürme. Die 448 Seiten durchzustaunen nimmt womöglich längere Zeit in Anspruch, als die Olympischen Spiele währen.




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