Wer den Super Bowl gewinnt, geht nicht nur mit der Vince-Lombardi-Trophy nach Hause. Jeder Spieler des Siegerteams erhält eine festgelegte Siegprämie – zusätzlich zum Gehalt. Auch die Verlierer bekommen Geld. Außerdem lässt das Siegerteam traditionell einen Super-Bowl-Ring anfertigen.

Digital Desk: Katrin Jokic (kkl)

Der Super Bowl 2026 findet am 8. Februar 2026 statt, in Deutschland in der Nacht auf Montag ab 0.30 Uhr. Im Finale stehen die New England Patriots und die Seattle Seahawks.

 

Wie hoch ist die Siegprämie beim Super Bowl 2026?

Die Prämien sind im Tarifvertrag der NFL langfristig geregelt. Für den Super Bowl 2026 gelten folgende Beträge:

  • Sieger: 171.000 US-Dollar pro Spieler (rund 145.000 Euro)
  • Verlierer: 103.000 US-Dollar pro Spieler (rund 87.500 Euro)

Zum Vergleich: Die unterlegenen Spieler des Super Bowls 2024 erhielten noch 96.000 Dollar. Die Prämien steigen also weiter an.

Wichtig: Nicht jeder Spieler bekommt automatisch den vollen Betrag.

Wer erhält die volle Prämie – und wer nur einen Teil?

100 Prozent der Prämie erhalten Spieler, wenn sie:

  • mindestens drei Spiele in Regular Season oder Playoffs absolviert haben und beim Super Bowl im aktiven oder inaktiven Kader stehen,
  • oder mindestens acht Spiele (Regular Season oder Playoffs) bestritten haben – unabhängig vom Kaderstatus,
  • oder als Veteranen verletzt waren, aber weiterhin unter Vertrag stehen.

50 Prozent der Prämie erhalten Spieler, wenn sie:

  • weniger als drei Spiele absolviert haben und beim Super Bowl im Kader stehen,
  • nicht im Kader stehen, aber drei bis sieben Spiele gemacht haben,
  • oder als Rookies verletzt waren und noch unter Vertrag stehen.

Spielergehälter: Für wen ist die Prämie relevant?

Für die Topstars ist das Bonusgeld eher Nebensache:

  • Milton Williams (Defensive Tackle, Patriots) verdient rund 26 Millionen Dollar pro Jahr.
  • Sam Darnold (Quarterback, Seahawks) kommt auf etwa 33,5 Millionen Dollar pro Jahr.

Für diese Spieler ist die Super-Bowl-Prämie finanziell kaum relevant. Eine größere Bedeutung hat sie für Akteure am unteren Ende des Kaders, deren Grundgehälter deutlich niedriger liegen.

Super-Bowl-Ring: Woher kommt die Tradition?

Die Vince-Lombardi-Trophy gehört dem Team. Damit aber jeder Spieler eine persönliche Erinnerung erhält, lässt der Super-Bowl-Sieger seit dem ersten Finale individuelle Ringe anfertigen.

Die Tradition begann bei den Green Bay Packers, deren erster Ring bereits mit einem Diamanten versehen war. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Ringe immer aufwendiger. Der Ring der Philadelphia Eagles von 2018 etwa bestand aus 219 Diamanten und 17 grünen Saphiren auf zehnkarätigem Weißgold.

Was kostet ein Super-Bowl-Ring?

  • Die NFL übernimmt die Kosten für bis zu 150 Ringe pro Team mit maximal 5.000 Dollar pro Ring.
  • Alles darüber hinaus zahlt das Team selbst.
  • Insgesamt werden meist 300 bis 900 Ringe produziert – auch für Trainer, Mitarbeiter und Betreuer.

Die Gesamtkosten pro Jahr liegen im Schnitt bei rund 5 Millionen Dollar. Da viele Ringe individuell gestaltet sind, variiert der Preis stark.

Einige Ringe tauchen später bei Auktionen auf:

  • Der Ring von Lawrence Taylor (New York Giants) erzielte rund 230.000 Dollar.
  • Der bislang teuerste bekannte Ring stammte aus dem Umfeld von Tom Brady und wurde für über 300.000 Dollar versteigert.