Präsent von Mercedes Warum Mercedes seinen Mitarbeitern Fleecejacken schenkt
In diesen Tagen fröstelt die deutsche Arbeitswelt, weil Temperaturen gesenkt werden. Mercedes tut was für seine Mitarbeiter – doch nicht alle profitieren sofort.
In diesen Tagen fröstelt die deutsche Arbeitswelt, weil Temperaturen gesenkt werden. Mercedes tut was für seine Mitarbeiter – doch nicht alle profitieren sofort.
Es steht im Matthäusevangelium, wie die Weisen aus dem Morgenland einst durch den Stern über Bethlehem zu ihrem Ziel geführt wurden. Ganz ohne Navi. Vielen wird es jetzt, da das Weihnachtsfest näher rückt, wieder warm beim Gedanken an den Stern, der Hoffnung schenkt. Das ist bei Mercedes nicht anders. Der Autobauer hat in diesen Tagen im Intranet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine frohe Botschaft verkündet. Auf dass auch ihnen warm werden möge.
Das Unternehmen habe sich „entschieden, allen Kolleginnen und Kollegen, die in dieser herausfordernden Zeit dafür sorgen, dass das Tagesgeschäft weiterhin ungestört funktionieren kann, ein praktisches Dankeschön zukommen zu lassen“. Konkret: die lieben Kolleginnen und Kollegen, die von der Temperaturabsenkung in den Werken betroffen sind, bekommen von Mercedes eine Fleecejacke geschenkt. So steht es geschrieben im Intranet, dem Mercedesevangelium.
Erst dürfen die Mitarbeiter aus „produzierenden und produktionsnahen Bereichen“ bestellen. Voraussichtlich ab Januar können dann auch Mitarbeiter aus der Verwaltung zuschlagen. Also noch rechtzeitig vor dem Frühlingsbeginn. Mercedes spricht von mehreren Wellen im Bestell- und Ausgabeprozess, es handelt sich quasi um einen fleecenden Prozess.
Der Vorgang zeigt einmal mehr, dass es vieler gemeinsamer Kraftanstrengungen bedarf, um gegen die Energiekrise und den drohenden Gasmangel vorzugehen. Hallenbäder senken die Badetemperaturen, Saunen schließen, Staatspräsidenten reißen sich die Hemden vom Leib und zwängen sich in Rollkragenpullover.
Mercedes folgt mit seinem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk der Staatsräson. Konkret der Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung der Bundesregierung. Mit diesem 56 Buchstaben-Ungetüm will die Politik die Energieversorgung sicher stellen. Für Mitarbeiterinnen von Mercedes bedeutet dies, im Büro bei 19 Grad und in der Produktion bei 16 bis 18 Grad zu überwintern. Doch Rettung naht: mit Fleece, aber ohne Sitzheizung.