Präsident des VfB Stuttgart Die Forderung an Dietmar Allgaier – gestalten statt verwalten

Der Wahlsieger: Dietmar Allgaier bleibt mit großem Vertrauensvorschuss Präsident des VfB Stuttgart. Foto:  

Die Mitgliederversammlung hat ein klares Ergebnis gebracht: Der Ludwigsburger Landrat bleibt Vereinschef. So weit, so gut. Doch jetzt ist es höchste Zeit, die Zukunft anzugehen, kommentiert unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Die Mitglieder des VfB Stuttgart haben zunächst für ein Weiter-so entschieden. Verkörpert durch Dietmar Allgaier. Er steht für die Ruhe, die beim Fußball-Bundesligisten nach vereinspolitisch turbulenten Zeiten in den vergangenen Monaten eingekehrt ist. Ihm wird aber auch zugetraut, den VfB als Vereinschef in eine stabile Zukunft zu führen. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Interims- so am Samstagnachmittag in der Schleyerhalle zum Dauerpräsidenten.

 

Die Zahlen sprechen dabei für sich: Der Kommunalpolitiker aus Kornwestheim erhielt während der Mitgliederversammlung 1315 Ja-Stimmen, was 91,51 Prozent entspricht. Da hatten die Mitbewerber Jochen Haas und Pierre-Enric Steiger keine Chance, der Ludwigsburger Landrat siegte auf Anhieb klar. Tief berührt von dem Resultat bedankte sich Allgaier für den Vertrauensvorschuss, den er erhalten hat.

Doch jetzt heißt es, die emotionale Seite beiseite zu schieben und die Verpflichtung anzunehmen, die mit dem Wahlsieg einhergeht. Gestalten statt verwalten. Das sollte die Erwartung und gleichzeitig die Forderung für die nächsten fünf Jahre sein. Bisher ging es ja nur darum, die Wogen nach der Abwahl von Claus Vogt im vergangenen Sommer zu glätten. Das ist weitgehend gelungen, aber nun ist es höchste Zeit, die Zukunft anzugehen.

Projekte gibt es genug. Die Förderung der eigenen Talente, die den Sprung in die Bundesligamannschaft schaffen; die Fußballprofis im oberen Tabellendrittel zu etablieren und dafür das finanzielle Fundament zu schaffen; den Mehrspartenverein zu modernisieren und die Infrastruktur zu entwickeln – das sind die zentralen Punkte, die Allgaier selbst genannt hat. An ihrer Umsetzung wird der 58-Jährige gemessen werden.

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