Präsident des VfB Stuttgart Gerd Mäuser tritt am 3. Juni zurück – Fredi Bobic rückt in Vorstand auf

Gerd Mäuser (rechts) räumt seinen Chefsessel beim VfB Stuttgart, Fredi Bobic rückt in  den Vorstand auf. Foto: Pressefoto Baumann 16 Bilder
Gerd Mäuser (rechts) räumt seinen Chefsessel beim VfB Stuttgart, Fredi Bobic rückt in den Vorstand auf. Foto: Pressefoto Baumann

VfB-Präsident Gerd Mäuser wird zum 3. Juni 2013 seinen Posten beim Stuttgarter Fußball-Bundesligisten aufgeben. Fredi Bobic rückt neben dem Finanzchef Ulrich Ruf mit sofortiger Wirkung zum Vorstand Sport beim VfB auf.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)
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Stuttgart - Die Amtszeit von Gerd Mäuser als Präsident des VfB Stuttgart neigt sich dem Ende zu. Wie der Aufsichtsratschef Dieter Hundt am Mittwoch in einer Pressemitteilung erklärte, wird Mäuser zum 3. Juni 2013 seinen Chefsessel beim Stuttgarter Fußball-Bundesligisten räumen. Damit der Verein, der laut Satzung von zwei Vorständen geführt werden muss, bis zur Mitgliederversammlung am 22. Juli 2013 handlungsfähig bleibt, rückt Fredi Bobic neben dem Finanzchef Ulrich Ruf mit sofortiger Wirkung zum Vorstand Sport beim VfB auf.

In der Pressemitteilung heißt es wörtlich: „Der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart hat in seiner außerordentlichen Sitzung am 6. April 2013 sowie danach geführten Gesprächen einstimmig beschlossen, Fredi Bobic mit sofortiger Wirkung als Vorstandsmitglied für den Bereich Sport des Vereins zu berufen. Gerd E. Mäuser hat angekündigt, im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat des VfB Stuttgart mit Wirkung vom 3. Juni 2013 als Präsident des Vereins zurückzutreten.“

Damit hat der Verein die Konsequenzen aus dem Wirbel um Gerd Mäuser gezogen, der es sich durch seinen ruppigen Führungsstil in nicht einmal zwei Jahren als VfB-Präsident mit großen Teilen der eigenen Fans, der Sponsoren, Medien und der eigenen Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle verscherzt hatte.

Bobic ist der neue starke Mann beim VfB Stuttgart

Der neue starke Mann beim VfB bis zur Mitgliederversammlung, auf der Dieter Hundt einen neuen Kandidaten für das Präsidentenamt präsentieren muss, ist nun Fredi Bobic: „Völlig unabhängig von meiner Person halte ich es generell für sinnvoll, dass der Sport im Vorstand vertreten ist. Die Ernennung zum Sportvorstand empfinde ich als Vertrauensbeweis, und ich werde alles daran setzen, der damit verbundenen Verantwortung und Verpflichtung dem VfB Stuttgart gegenüber gerecht zu werden. Zudem hoffe ich, dass ich dazu beitragen kann, mit zukunftsorientierten Entscheidungen die Entwicklung des Vereins positiv zu gestalten“, so Bobic in einer schriftlich verbreiteten Erklärung.

Auch Gerd Mäuser bezog zum Abschied Position – und erklärte unter anderem: „Gerade in sportlich und wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg unseres Vereins, dass sich Mannschaft, Trainerteam und Mitarbeiter des Vereins unbelastet auf die Erfüllung der in dieser Saison und zukünftig noch anstehenden sportlichen Ziele konzentrieren können. Auch Vereinsmitglieder, Fans und Sponsoren fordern zu Recht eine unbelastete klare Außendarstellung als unabdingbare Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg unseres Vereins. Aus diesem Grunde habe ich mich im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat entschlossen, mit Wirkung zum 3. Juni 2013 das Amt als Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V. niederzulegen, um somit den Weg für einen unbelasteten Neubeginn freizumachen.“




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