Praxistest für E-Autos Elektrofahrzeuge sind für Pendler bald eine gute Alternative

Von dpa/lsw 

Unter welchen Bedingungen sind E-Mobile wirtschaftlicher als konventionelle Fahrzeuge? Das erforscht ein KIT-Projekt derzeit im Praxistest mit Pendlern. Mit durchaus ermutigenden Aussichten.

Unter welchen Bedingungen sind E-Mobile wirtschaftlicher als konventionelle Fahrzeuge? Das erforscht ein KIT-Projekt derzeit im Praxistest mit Pendlern. Mit durchaus ermutigenden Aussichten. Foto: dpa
Unter welchen Bedingungen sind E-Mobile wirtschaftlicher als konventionelle Fahrzeuge? Das erforscht ein KIT-Projekt derzeit im Praxistest mit Pendlern. Mit durchaus ermutigenden Aussichten. Foto: dpa

Eggenstein-Leopoldshafen - Für Fahrgemeinschaften und Pendler könnten Elektrofahrzeuge bald eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Autos werden. Zu diesem Zwischenergebnis kommt das erste grenzüberschreitende Projekt „RheinMobil“, das am Montag vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie den beteiligten Unternehmen Michelin und Siemens in Eggenstein-Leopoldshafen (Kreis Karlsruhe) vorgestellt wurde.

Nach fast 24.000 Kilometern ist bei dem Elektro-Auto-Praxistest mit Pendlern und Dienstfahrten schon eines klar: Mit knapp zwei Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) haben die E-Mobile herkömmliche Fahrzeuge beim Schadstoffausstoß schon überholt. „Auf's ganze Jahr gerechnet werden das voraussichtlich knapp vier Tonnen im Vergleich zum konventionellen Fahrzeug sein“, sagte KIT-Projektleiter Olaf Wollersheim.

An dem Projekt sind zwei Fahrgemeinschaften aus dem Elsass beteiligt, die seit Mai täglich in Elektro-Kleinbussen zu ihrem Arbeitsplatz ins Karlsruher Michelin-Werk pendeln. Zugleich sind Siemens-Beschäftigte für Dienstfahrten zwischen den Werken in Karlsruhe und dem elsässischen Haguenau auf E-Autos umgestiegen. Täglich werden so 360 Kilometer elektrisch zurückgelegt.

„Unser Ziel ist es, Elektrofahrzeuge in den Alltag zu integrieren“

Erstes Fazit der Forscher: Elektro-Fahrzeuge können besonders gut im Pendlerverkehr mit hohen Jahresfahrleistungen eingesetzt werden. Weil die einzelnen Fahrstrecken in dem Versuch zwischen 60 und 80 Kilometer lang sind, ist auch die begrenzte Reichweite von E-Mobilen hier kein Hindernis. Damit sich das Ganze auch wirtschaftlich für Fahrgemeinschaften rechnet, müsste ein Fahrzeug aber häufiger genutzt werden. „Dafür brauchen wir mehr Schnelllademöglichkeiten“, sagte Wollersheim. Denn noch dauert es rund acht Stunden, bis einer der E-Vans „vollgetankt“ ist.

„Unser Ziel ist es, Elektrofahrzeuge in den Alltag zu integrieren“, betonte Wollersheim. Die Pendler- und Dienstfahrten seien ein Einstieg. „Wir haben gezielt nach hoher Laufleistung gesucht“, so der KIT-Forscher. „Für private Nutzer ist die Anschaffung noch zu teuer.“