Preisgekrönte Innenarchitektur Stilvolle Apartments und Häuser

Messing, Holz  und auffällig gemusterte Stoffe: Sebastian Zenker gestaltete das  230 Quadratmeter-Apartment für fünf Personen in München, zu entdecken neben weiteren Innenarchitekturprojekten in dem Buch „Best of Interior“, erschienen im Callwey Verlag. Foto: Callwey.de/OrtwinKlipp.de 11 Bilder
Messing, Holz und auffällig gemusterte Stoffe: Sebastian Zenker gestaltete das 230 Quadratmeter-Apartment für fünf Personen in München, zu entdecken neben weiteren Innenarchitekturprojekten in dem Buch „Best of Interior“, erschienen im Callwey Verlag. Foto: Callwey.de/OrtwinKlipp.de

Schön wohnen in meisterhaft umgebauten Wohnungen, Lofts und Häusern: Eine Jury hat die besten Wohnkonzepte ausgezeichnet.

Leben: Nicole Golombek (golo)
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Stuttgart - Arbeiten von Innenarchitekten, die sich nicht als „Kissenknicker“ sehen – also als Experten im Aufhübschen von Wohnräumen –, sind in Text und Bild im Buch „Best of Interior 2019“ versammelt. Eine Jury kürte die „30 schönsten Wohnkonzepte“, wie das Buch im Untertitel heißt.

Was aber ist schön? Das Ziel sei, „archetypisches Design zu schaffen, das seine Attraktivität auch über Generationen hinweg nicht verliert“, schreiben Jurymitglied Monika Losos und Designer Werner Aisslinger im Vorwort. Wichtig dabei sei, dass die Projekte „nie einfach nur gefallen, sondern immer auch eine kleine Irritation beinhalten“.

Mut zur Farbe

Wie diese Irritationen aussehen, lässt sich auf zahlreichen Fotos betrachten. Manche Objekte lassen sich nicht nur auf Papier bestaunen, sondern auch auf Zeit bewohnen, etwa die Ferienwohnung in dezent maritimen Farben am Bodensee, gestaltet von Ute Günther, oder auch das hyggelig skandinavische Ferienhaus an der Ostsee von Studio Oink aus Leipzig.

Doch sehenswert sind sie auch, wenn die Räume von den Innenarchitekten selbst oder von ihren Bauherren bewohnt werden und nur im Buch zu bestaunen sind. Neben einigen farblich zurückhaltenden Objekten sieht man viel Mut zu Farbe und Glamour, zum Materialmix von Marmor, Messing, Holz. Ein ehemaliges Kutscherhäschen in Possenhofen wird zum Dschungel, ein Stall zum glamourösen Wochenenddomizil einer Familie. eine Fabrikhalle in Wien zum hellen Wohnloft. In einer Villa in Frankfurt pustet eine enorme Skulptur über dem roten Ecksofa in den Salon.

Manche Apartments sind streng in Schwarzweiß gehalten, andere schaffen interessante Farbflächen mit einem gelben Raum auf Wänden, Möbeln und Decke.

Inspirierend sind sie alle – nicht nur für jene, die in Zeiten von Corona lieber das eigene Heim aufmöbeln als irgendwo Ferienwohnungen zu mieten, sondern auch für jene, die sich grundsätzlich dafür interessieren, wie Menschen wohnen.

Info

Janina Temmen, Werner Aisslinger, Monika Losos: Best of Inte­rior 2019. Callwey-Verlag. 232 Seiten, 59,95 Euro. www.callwey.de




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