Preisverleihung Junge Forscherin erhält den Amelia- Earhart-Preis

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Friederike Micaela Graf promoviert im Bereich der Astronomie an der Universität Stuttgart. Die Jury der Zonta-Clubs, die mit ehemaligen Preisträgerinnen besetzt ist, hat ihr für ihre Forschungen den mit 10 000 Euro dotierten Amalia Earhart Preis zuerkannt.

Die Zonta-Präsidentin Edda Keszler, die Preisträgerin Friederike Graf und Gisela Marquardt-Eißler (v.l.), die den Amelia Earhart-Preis  seit vielen Jahren ausrichtet. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Die Zonta-Präsidentin Edda Keszler, die Preisträgerin Friederike Graf und Gisela Marquardt-Eißler (v.l.), die den Amelia Earhart-Preis seit vielen Jahren ausrichtet. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Künftig trägt Friederike Graf die kleinen Flügel am Revers, wenn sie mit der mobilen Sternwarte über dem Silicon Valley das Weltall erforscht. Die 30-jährige, die sich in ihrer Doktorarbeit damit beschäftigt, wie die Untersuchungsmethoden in luftiger Höhe verbessert werden können, hat am internationalen Frauentag den mit 10 000 Euro dotierten Amelia- Earhart-Preis für ihre Arbeiten erhalten. Verliehen wird er alljährlich an junge Naturwissenschaftlerinnen von den Zonta-Clubs. Der Verein für Frauennetzwerke engagiert sich dafür, dass Frauen im Berufsleben Fuß fassen und dort auch in leitende Positionen kommen.

Der Preis ist nach der Flugpionierin Amelia Earhart benannt. 1935 überquerte sie als erster Mensch im Alleinflug den Pazifischen Ozean zwischen Honolulu und Oakland. In New York ist 1940 der Preis zum ersten Mal verliehen worden, seit 1945 ist dies auch in anderen Teilen der Welt der Fall, erklärt Gisela Marquardt-Eißler. Sie organisiert seit Jahren für die beiden in Stuttgart ansässigen Zonta-Clubs die hiesige Veranstaltung.

Forschungsstandort Kalifornien

Friederike Graf ist die 30. Preisträgerin in Stuttgart und ihr Doktorvater, Stefanos Fasoulas vom Institut für Raumfahrtsysteme an der Universität Stuttgart charakterisierte sie als „Vorbildpreisträgerin“. Die Auszeichnung solle die Nachwuchsforscherin bestärken, dass sie auf dem richtigen Weg sei. Fasoulas und Graf waren zur Feier extra aus Kalifornien eingeflogen. Dort lebt und arbeitet die Forscherin derzeit. „Ich habe doch noch gar nichts geleistet“, kommentierte sie ihre Auszeichnung und gab den Zonta-Frauen mit einer Präsentation einen Einblick in ihr komplexes Aufgabenfeld. Ihre Doktorarbeit steht im Dienste eines deutsch-US-amerikanischen Projekts zur Erkundung der Milchstraße. Dies geschieht mit einer zum Observatorium umgebauten Boeing 747, dem Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie (Sofia). Graf tüftelt daran, wie die Bildqualitätsverluste des Teleskops durch die Flugvibrationen verringert werden können.

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