Premiere in der Stuttgarter Wilhelma Christmas Garden begeistert mit neuen Attraktionen

Auf der Wasserfontäne im Maurischen Garten tanzen Leuchtblüten und vieles mehr. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 21 Bilder
Auf der Wasserfontäne im Maurischen Garten tanzen Leuchtblüten und vieles mehr. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Magie kehrt in die Wilhelma zurück: Mit neuen Attraktionen wie der Kathedrale des Lichts und den tanzenden Farbfontänen sorgt der Christmas Garden für riesengroße Begeisterung. Die Premierengäste sind am Donnerstagabend völlig aus dem Häuschen.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Lichterglanz gegen den Coronablues: Begeistert bis euphorisch haben die ersten Besucherinnen und Besucher am Donnerstagabend auf den Christmas Garden der Wilhelma reagiert. Viele „Wows“ und „Oohs“ hört man beim Rundgang der etwa 150 geladenen Vips. Veranstalter Christian Doll wird mit Lob überschüttet. Die Mammutbäume, deren Samen König Wilhelm I. dereinst in Kalifornien erworben hat, mussten über 150 Jahre warten, um ihr buntes Wunder zu erleben. Wenn es Nacht wird im zoologisch-botanischen Garten, werden wieder Märchen wahr. An höchster Stelle, wo exotische Riesen am Rande des Rosensteinparkes alles überragen, ist nichts mehr, wie es war. Hat eine Fee ihre magischen Kräfte walten lassen, auf dass ein Zauberwald geheimnisvoll in sanften Farben funkle und ein Einhorn zu Spährenklängen tanze?

Die Kathedrale des Licht wird zum Selfie-Paradies

Nein, es waren die Lichtdesigner der Deutschen Entertainment AG, die im Vergleich zu ersten beiden Ausgaben 2019 und 2018 noch eine kräftige Leuchtschippe drauf gelegt haben! Veranstalter Doll und Wilhelma-Chef Thomas Kölpin sind in erster Line froh, dass der Christmas Garden unter 2 G und mit Maskenpflicht nun endlich stattfinden kann. Vor einem Jahr waren die Installationen schon komplett fertig, dann zwangen Lockdown und Ausgangssperren dazu, alles wieder abzubauen. Die Lichtblicke lassen die vierte Welle vergessen! Zum Comeback bietet das winterliche Spektakel noch mehr Glanz und fesselnde Überraschungen. Zu den Höhepunkten zählt eine Kathedrale des Lichts, ein 20 Meter langer, von Leuchtdioden erstrahlender Tunnel, der schon am ersten Abend zum Selfie-Paradies wird, tanzende Farbfontänen über dem Teich sowie ein großes Feld der hin- und herwogenden Lichter.

Die Rückkehr des Licht fällt umso fulminanter aus

Am ersten Abend ist die Wilhelma ausverkauft. Zu den 150 geladenen Gästen, darunter sind etliche Stadtpromis wie Staatssekretärin Petra Olschowski, Weindorf-Chefin Bärbel Mohrmann, Travestie-Lady Frl. Wommy Wonder, Ballermann-Star Almklausi, Füenf-Sänger Christian Langer, Wilhelma-Förderverein-Vorsitzender Georg Fundel, die langjährige Varieté-Chefin Gabriele Frenzel, Stuttgart-Marketing-Chef Armin Dellnitz, (Finanzminister Danyal Bayaz hat wegen einer langen Sitzung kurz davor abgesagt), drehen – zeitlich versetzt – 1500 Besucherinnen und Besucher ihre Runden im Lichtermeer der Emotionen. Der Advent ist die Zeit des Lichts, aus christlicher Sicht die Zeit der Hoffnung. Vor einem Jahr hat Corona alles noch dunkler gemacht. Ausgangssperren, Alleinsein – in der Pandemie fiel fast alles aus. Die Rückkehr des Lichts fällt nun umso fulminanter aus. Obendrein wird der Zaubergarten bis zum 16. Januar verlängert (sonst war am 6. Januar Schluss). Selbst unsensible Geschöpfe werden beim Rundgang von romantischen Gefühlen überwältigt.

Der Christmas Garden hat in Deutschland mittlerweile zehn Standorte. Der Stuttgarter Veranstalter Christian Doll, der auch auf der Insel Mainau und in Hannover das Lichtspektakel betreut, zweifelt nicht daran: „Den schönsten haben wir!“ Die Wilhelma bietet eine herausragende Kulisse für eine fantastische Märchenwelt, die täglich von 17 bis 22 Uhr geöffnet ist. Der Rundweg ist zwei Kilometer lang und mit Musik zum Gesamtkunstwerk unterlegt. Schilder mit Zitaten großer Meister schmücken den Weg. Darauf steht etwa: „Wer nicht an Magie glaubt, wird sie niemals entdecken“ (Schriftsteller Roald Dahl) oder: „Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche“ (Theologe Dietrich Bonhoeffer).

Veranstalter rechnen mit 100 000 Besuchern bis zum 16. Januar

„Der Tierschutz steht an erster Stelle“, betont Doll, der Chef von C2 Concerts. Mit über 100 000 Besuchern rechnet er in dieser Saison. Es gibt Zeitslots, die man im Vorverkauf buchen sollte, damit Schlangen an den Kassen ausbleiben. Kinder bis fünf Jahren haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen zwischen 18 und 22 Euro, Kinder 15,50 bis 19,50 Euro. Familien (für bis zu fünf Personen) zahlen gemeinsam 50 bis 63 Euro. Karten unter 0 18 06 – 77 71 11 oder unter: www.christmas-garden.de/stuttgart/tickets.




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