Prinz William Seine Antwort spricht vielen Eltern aus der Seele

Von the/dpa 

Was würde es bedeuten, ein schwuler Prinz oder eine lesbische Prinzessin zu sein? Prinz William hat darauf eine sehr reflektierte und ehrliche Antwort gegeben.

Prinz William besuchte am Mittwoch den „Albert Kennedy Trust“, der sich für junge Menschen einsetzt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus ihrer Familie verstoßen wurden. Foto: dpa
Prinz William besuchte am Mittwoch den „Albert Kennedy Trust“, der sich für junge Menschen einsetzt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus ihrer Familie verstoßen wurden. Foto: dpa

London - Es war eine sehr ehrliche Antwort auf eine ehrliche Frage: „Was würden Sie tun, Prinz William, wenn eines ihrer Kinder schwul oder lesbisch wäre?“. Gestellt wurde sie von einem jungen Mann, als die Nummer zwei der britischen Thronfolge am Mittwoch den „Albert Kennedy Trust“ in London besuchte, eine Einrichtung, die sich für junge Menschen einsetzt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus ihrer Familie verstoßen wurden.

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Er würde seine Kinder „voll unterstützen“, sagte der Prinz, sehe aber auch die Schwierigkeiten, denen junge Menschen nach ihrem Outing ausgesetzt seien. Was ihm Sorgen bereite sei, dass seine Kinder dann Diskriminierung und Hass ausgesetzt sein könnten, so William. „Ihr Leben könnte so viel schwerer sein.“ Das Video der BBC wurde bis Donnerstagvormittag fast 100.000 Mal angeklickt.

Der dreifache Vater erklärte: „Ich wünschte, wir würden in einer Welt leben, in der alle vollkommen normal und entspannt mit Homosexualität umgehen.“ Gerade aber in der Position, in der seine Familie sei, sei das immer noch eine Herausforderung. „Da ist es an uns allen, das zu ändern und sicherzustellen, dass solche Diskriminierungen bald der Vergangenheit angehören.“

Erste gleichgeschlechtliche Ehe der Familie Mountbatten-Windsor

Ganz beispiellos wäre ein schwuler Prinz oder eine lesbische Prinzessin im britischen Königshaus aber auch nicht: Im vergangenen Jahr heiratete das erste offen schwul lebende Mitglied der Familie Mountbatten-Windsor seinen Partner. Lord Ivar Mountbatten ging mit James Coyle die erste gleichgeschlechtliche Ehe im britischen Königshaus ein – mit 55 Jahren.

Lord Mountbatten war schon einmal verheiratet – mit einer Frau. Diese führte ihn zum Altar. Lord Mountbatten steht allerdings nicht in der ersten Reihe der Windsors. Seine Ur-Ur-Ur-Großmutter ist Queen Victoria, das macht ihn zu einem Cousin dritten Grades sowohl von Queen Elizabeth II. als auch deren Gemahl Prinz Philip, mit dem Ivar Mountbatten den Familiennamen teilt.

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Prinz William und seine Frau Herzogin Kate haben drei Kinder: Den fünfjährigen Prinz George, die vier Jahre alte Prinzessin Charlotte und den einjährige Prinz Louis. William hat sich mehrmals gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesprochen. Vor einigen Jahren war sein Foto sogar auf der Titelseite eines Schwulenmagazins erschienen.