Pro und Kontra Gabriel und das braune „Pack“

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat bei seinem Besuch in Heidenau die rechtsradikalen Randalierer als „Pack“ bezeichnet. Dürfen Politiker auf dieses Sprachniveau verfallen? Darüber diskutieren die StZ-Redakteure Matthias Schiermeyer und Bärbel Krauß.

SPD-Chef Sigmar Gabriel legte am Montag in Heidenau einen radikalen Ton gegenüber den Rechtsextremisten an den Tag. Foto: dpa
SPD-Chef Sigmar Gabriel legte am Montag in Heidenau einen radikalen Ton gegenüber den Rechtsextremisten an den Tag. Foto: dpa

Stuttgart - Die Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte in Sachsen erhitzen weiterhin die Gemüter. Nun reist die Kanzlerin Angela Merkel nach Heidenau, wo sie am Mittwochmittag mit Flüchtlingen, haupt- und ehrenamtlichen Helfern sowie Sicherheitskräften reden will. SPD-Chef Sigmar Gabriel war schon am Montag da und hatte die Ausschreitungen am Wochenende mit harten Worten verurteilt. Er sprach von rechtem „Pack“ und einem „braunen Mob“, dem Deutschland keinen Millimeter Raum geben dürfe. Da könne es „nur eine einzige Antwort geben: Polizei, Staatsanwaltsschaft und für jeden, den wir fassen, auch Gefängnis“.

Der Besuch löste nach SPD-Angaben eine Welle an rechter Hetze gegen die Partei aus. Seit Gabriels Besuch in Heidenau habe „der rechtsradikale Mob das Willy-Brandt-Haus mit menschenverachtenden Anrufen, E-Mails und Kommentaren überschwemmt“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi der Agentur dpa. Doch dürfen Politiker überhaupt auf dieses Sprachniveau verfallen? Darüber diskutieren die StZ-Redakteure Matthias Schiermeyer und Bärbel Krauß.




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