Pro und Kontra Gemeinschaftschule Die Gemeinschaftsschule wächst erst langsam

Von /Tom Bräuninger 

Die Gemeinschaftsschule ist umstritten: Die Regierung sieht darin die Zukunft, die Opposition spricht von „Einheitsschule“. Auch der StZ-Redakteur Thomas Breining und der Schüler Tom Bräuninger sind sich in der Sache nicht ganz einig.

Stuttgart - Wohin nach der Grundschule? 44,5 Prozent der Kinder, die im Schuljahr 2013/14 eine fünfte Klasse besuchen werden, tun das am Gymnasium. Das sind mehr als 38.000 Mädchen und Buben. 36,7 Prozent oder 32 000 Schüler wollen auf einer Realschule den Bildungsweg fortsetzen. Dagegen ist die Zahl der Gemeinschaftsschüler mit 5700 – das sind 6,7 Prozent des Jahrgangs – gering.

Die Gemeinschaftsschule ist das Reformbaby von Grün-Rot. Vom kommenden Schuljahr an gibt es davon erst 129. Im Schuljahr 2012/13 ist die neue Form mit 42 Schulen an den Start gegangen, jetzt sollen 87 weitere folgen. Gymnasien werden öffentlich und privat 450 betrieben, sie sind also in der Überzahl.

Haupt- und Werkrealschulen sind dagegen auf dem Rückzug, im nächsten Schuljahr werden dort gut 10.000 neue Schüler aufgenommen.

Umstrittenes Schulmodell

Die Gemeinschaftsschule ist umstritten. Die Regierung sieht darin die Zukunft, den Ersatz für die immer unbeliebtere Hauptschule. Die Opposition spricht von „Einheitsschule“, sie sieht auch das Gymnasium als schulpolitisches Erfolgsmodell in Gefahr – was die Regierung bestreitet.

Der Streit kommt auch bei den Schülern an. Unser Gast sieht die Gemeinschaftsschule kritisch und stellt seine Sicht gegen einige Pro-Argumente eines Redakteurs.

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