Probleme am Flughafen Grüne fordern zu Stuttgart 21 Auskunft ein

Von Konstantin Schwarz 

Die erneute Kostenexplosion um bis zu 1,4 Milliarden Euro geht auch vom Flughafen aus. Der Anschluss könnte an die 940 Millionen Euro kosten.

Im Schlossgarten wird am neuen Hauptbahnhof gebaut. Die mit gelber Folie abgedeckten, erst zum Teil vollendeten Stützen, tragen das Dach. Foto: dpa
Im Schlossgarten wird am neuen Hauptbahnhof gebaut. Die mit gelber Folie abgedeckten, erst zum Teil vollendeten Stützen, tragen das Dach. Foto: dpa

Stuttgart. - Die Grünen-Fraktion im Bundestag erwägt, ihre durch das Bundesverfassungsgericht gestärkte Oppositionsrolle für Anfragen zum Projekt Stuttgart 21 zu nutzen. Antworten des Bundesverkehrsministeriums fielen häufig knapp aus. Der Bund begründete dies damit, dass S 21 ein eigenwirtschaftliches Projekt der Bahn AG sei.

Das Verfassungsgericht hatte Anfang November einer Klage der Grünen-Fraktion in wesentlichen Teilen entsprochen und damit laut Präsident Andreas Voß­kuhle das Informationsrecht gestärkt. Die Grünen-Abgeordneten Anna Christmann (Stuttgart) und Matthias Gastel (Filderstadt) haben nach der erneuten Kostensteigerung von 6,5 auf 7,9 Milliarden Euro Fragen gestellt. Die erste zu Problemen beim Tunnel nach Feuerbach wurde am Donnerstag beantwortet. Beim Bau durch den nächsten Anhydritabschnitt seien „keine technischen Probleme zu erwarten“, schreibt Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann. Vorauseilende Injektionen hätten aber „Auswirkungen auf den Zeitplan“. Bei der Frage zu Terminen und Kosten verweist er auf die Sitzung des Bahn-Aufsichtsrates am 13. Dezember.

Am 18. Dezember erste Infos

„Es geht nicht an, dass Projektpartner und Parlament von den Planänderungen aus der Zeitung erfahren. Es muss endlich eine offene Kommunikation Einzug halten“, kritisiert Gastel. Die Bundesregierung mauere weiter. Die Bahn müsse „unverzüglich die wesentlichen Infos zu S 21“ geben.

Stadt, Land, Region und Flughafen sollen am 18. Dezember über die angeblichen planerischen und genehmigungstechnischen Schwierigkeiten des Flughafenanschlusses informiert werden. Vorher werde man sich zu einzelnen Fragen nicht äußern, so das S-21-Projektbüro. Ob dann auch die Kostengutachten aus dem Aufsichtsrat besprochen werden, hängt auch vom Kontrollgremium ab. Neue Schwierigkeiten zu dem 27 Meter tief gelegenen Tunnelhalt am Flughafen für die Züge nach Ulm seien ihm nicht bekannt, so Bernhard Dittrich, Kreisbrandmeister für den Landkreis Esslingen. Für Brandschutz und Entrauchung seien Lösungen gefunden. Ein Halt an der A 8 sei aber sicher billiger.

Der gesamte Flughafenanschluss mit Heranführung der Gäubahn sollte nach alten Bahn-Zahlen 536 Millionen Euro kosten. Damals stand das Projekt bei 4,5 Milliarden Euro. Überträgt man die Kostenexplosion auf den Flughafenabschnitt, würde dieser nun 940 Millionen Euro kosten.

21 Kommentare Kommentar schreiben

Nun ja: Da hat Kretschmann wohl mal wieder den Mund etwas zu voll genommen, nicht zum ersten mal, soweit mir erinnerlich. (Meldungen, er pflege übers Wasser zu wandeln, halte ich für deutlich übertrieben!) Andererseits: Die Finanzierung IST ja letztendlich gesichert, da die Bahn schlussendlich bezahlt. Hinter der steht Eigner Bund, also u.A. Sie und ich, wenn auch, zumindest was mich betrifft, mit äusserst begrenzter Begeisterung. Was mir bei der Sache, neben dies und jenem, wirklich übel aufstößt, ist das Fehlen straf- und zivilrechtlicher Konsequenzen für die verantwortlich Handelnden in Vorstand und Aufsichtsrat der Bahn AG! Warum stehen Grube, Kefer und Co. nicht längst vor Gericht? Da werden ganz offensichtlich Milliarden Euro öffentlicher Mittel für von Anfang an erkennbar Unwirtschaftliches versaubeutelt, und die Justiz schaut dabei desinteressiert zur Seite, und beschädigt so die Akzeptanz rechtsstaatlicher Regelung auf breiter Basis, nebst der eigenen Legitimation. Was dann wiederum bestens den Boden für Vögel wie Berlusconi oder Trump bereitet, und von nun an ging's bergab.

Sie: kennen doch vielleicht die Machthierarchie in diesem unserem Lande. Von oben nach unten: Wirtschaft > Politik > Justiz.

Schon:: Aber muss sich die denn wirklich gleich auch dermaßen schamlos offensichtlich, geradezu pornös, exhibitionieren? Ist ja widerlich!

Liebe Gegner: sucht euch schnell eine neue Beschäftigung! Ab Freitag ist es mit der Dauernörgelei in den Kommentarspalten hier definitiv vorbei.

Liebe Restproler: sucht euch schnell eine neue Beschäftigung! Ab Freitag ist es mit der Dauernörgelei in den Kommentarspalten hier definitiv vorbei.

Das ständige Rumgenörgele am Kopfbahnhof: versteht niemand, außer den Rest-Prolern. Die nörgeln in Endlosschleife. Der Kopfbahnhof soll also nur noch bis 2010 in der Lage sein, den Bahnverkehr abzuwickeln. Aha. Und überhaupt, sei S-21 alternativlos. Hmm, in welchem Jahr befinden wir uns jetzt? Hehe. Aber nörgelt ruhig weiter an unserem Hauptbahnhof und an den Bürgern, die ihn unterstützen. Seltsam, man hat Euch vor der S-21-Idee gar nicht nörgeln hören. Da seid Ihr auch überhaupt nicht auf die Idee gekommen, den Bahnhof abzureißen und durch einen kleinen Tunnel-Halt zu ersetzen. Aber wie die Lemminge rennt Ihr ideologisch geblendet hinter diesem von den Schwarzen verordneten Schwachsinn hinterher. Ihr solltet Euch mal von außen sehen.

Manfred Leger: Zitat "Dabei könnte es nach SPIEGEL-Informationen ein erstes Opfer geben: Stuttgart-21-Projektleiter Manfred Leger, der seit mehr als vier Jahren den Jahrhundertbau verantwortet, genießt im Bahntower in Berlin kein Vertrauen mehr." .. herrlich, der wievielte Projektleiter macht sich hier vom Acker? Dieses Deppenbahnhöfle verschleisst ja mehr Projektleiter als der VFB Trainer.. ganz grosses Kino http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/stuttgart-21-bei-der-sondersitzung-der-bahn-soll-es-um-die-neuen-risiken-gehen-a-1182809.html

Auf geht's liebe Proler: in letztes Mal noch: Mault und nörgelt zum steinerweichen in Endlosschleife, egal worum es geht, egal ob verschwurbelt oder aus Biberach, egal ob sinnhaft oder blödsinnig, Hauptsache irgendwie schwachsinnig- Freitag ist's vorbei mit den - äh - "Kommentaren", dann müsst ihr wieder im Turmforum abhängen und könnt vom virutellen Ingenhoven-Quatsch träumen..

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