Probleme in der schwäbischen Provinz Wie bringt man Leben ins Dorf?

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In Hülen auf der Ostalb hat der Bäcker zugemacht, für das Gasthaus sieht es auch schlecht aus. Jetzt haben die Leute Sorge, dass ihr Dorf zu einem Schlafdorf wird. Damit das nicht passiert, sollen sie ein Konzept für die Zukunft entwickeln.

Hülen auf dem Härtsfeld: „Da, wo es immer einen Kittel kälter ist.“ Foto: Gottfried Stoppel 4 Bilder
Hülen auf dem Härtsfeld: „Da, wo es immer einen Kittel kälter ist.“ Foto: Gottfried Stoppel

Lauchheim - Markus Mayer liest den Strukturwandel in Hülen an den Mähdreschern ab. Vor acht Jahren, sagt er, habe es noch acht Drescher gegeben. Heute steht kein einziger mehr hier. „Das Dorf hat sich verändert.“ Der 34-jährige Mayer – groß gewachsen, breites Schwäbisch, graue Arbeitshose – hat immer in Hülen gewohnt. Er zeigt auf das Gebäude hinter dem Kuhstall, sein Elternhaus. Links die Scheune mit dem riesigen Mais-Säer. Davor der Neubau, in dem er jetzt mit seiner Frau und den drei Kindern wohnt. Vor vier Jahren stieg er auf dem Hof ein, er ist einer von zwei hauptberuflichen Landwirten im Dorf.