Prognosen zu Corona-Infektionsfällen EU-Behörde rechnet mit starkem Anstieg bis August

Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den Prognosen  bis Anfang August fast verfünffachen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Robert Michael
Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den Prognosen bis Anfang August fast verfünffachen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Robert Michael

In den nächsten Woche könnten die Corona-Infektionsfälle in Europa laut Prognosen stark ansteigen. Damit rechnet die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde bis Anfang August.

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Stockholm - Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde rechnet mit einem erneuten starken Anstieg der Corona-Infektionsfälle in Europa in den nächsten Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den am Freitag veröffentlichten Prognosen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis Anfang August fast verfünffachen. Ursache seien die hochansteckende Delta-Variante sowie die Lockerungen von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern. 

Die Prognosen der EU-Behörde beziehen sich auf das Gebiet der EU, Norwegens und Islands. Das ECDC rechnet demnach damit, dass die Zahl der neuen Fälle in der am 1. August endenden Woche auf 420 pro 100.000 Einwohner ansteigen wird. In der Woche darauf könnte der Wert demnach bereits bei mehr als 620 liegen. Vergangene Woche waren in dem Gebiet hingegen 90 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. 

Anstieg durch n Impfkampagnen langsamer

Die Zahl der Behandlungen im Krankenhaus und der Corona-Todesfälle wird laut ECDC aufgrund der laufenden Impfkampagnen langsamer ansteigen. Derzeit verzeichnen zwei Drittel der 30 von der EU-Behörde beobachteten Länder eine steigende Tendenz bei den Neuinfektionen. 

In der Woche vom 5. bis 11. Juli stieg die Zahl der Neuinfektionen in der EU sprunghaft um 60 Prozent an. „In den am stärksten betroffenen Ländern wurden die größten Zuwächse und höchsten Melderaten bei den 15- bis 24-Jährigen gemeldet“, erklärte das ECDC.

Lage in Spanien und Portugal „sehr besorgniserregend“

Spanien und Portugal fallen derzeit laut ECDC unter die Kategorie „sehr besorgniserregend“. Für vier weitere EU-Länder - Niederlande, Luxemburg, Malta und Zypern - stuft die Behörde die Lage als „mäßig besorgniserregend“ ein. 

63,4 Prozent der Bevölkerung über 18 Jahren haben laut ECDC bislang mindestens eine Impfdosis erhalten, 47,8 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 11. Juli).

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