Projekt im Ditzinger Ortsteil Weg frei für Pflegewohnen in Heimerdingen

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Der Gemeinderat stimmt für den Bebauungsplanentwurf. Gleichwohl war im Vorfeld Kritik laut geworden.

In unmittelbarer Nähe zur Kirche entsteht die neue Einrichtung Foto: factum/Granville
In unmittelbarer Nähe zur Kirche entsteht die neue Einrichtung Foto: factum/Granville

Ditzingen - Der neuen Pflegeeinrichtung in Heimerdingen steht nichts mehr im Weg. Der Gemeinderat hat am Dienstag mit großer Mehrheit die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Bau geschaffen. Er folgte damit einer entsprechenden Empfehlung der Fachaussschüsse. Diese hatten sich ausführlich mit der Thematik befasst. Kern der Diskussion war vor allem die Dimension des Gebäudes gewesen. Der Baukörper schien einigen Räten zu groß und massiv, vor allem im Verhältnis zur benachbarten Kirche.

Der Ditzinger Gemeinderat hat bei einer Gegenstimme am Dienstag sowohl dem notwendigen Grundstücksverkauf und dem Bebauungsplanentwurf zugestimmt als auch den städtischen Zuschuss zum Projekt genehmigt.

Landesweit einzigartiges Projekt

Die gemeinnützige Gesellschaft Vielfalt Leben – sie ist eng verbunden mit der Heidehof-Stiftung – verantwortet das landesweit einzigartige Projekt. In ihm soll Betreuung rund um die Uhr geleistet werden, ebenso betreutes Wohnen und Tagespflege. Das innovative Wohnprojekt hat alles von einem stationären Pflegeheim, es ist aber eine ambulante Einrichtung.

Auch wenn die neue Wohnform realisiert ist, hat die Stadt nach dem Kreispflegeplan weiterhin Bedarf an Pflegeplätzen. Schwerpunkt werden laut der Verwaltung weiterhin neue Wohnformen sein. Der Gemeinderat werde sich als Nächstes mit einem Projekt in der Kernstadt befassen.

Interesse ist groß

Noch steht das neue Pflegewohnen im Ortsteil Heimerdingen nicht, aber schon jetzt gibt es mehr Interessenten dafür als Plätze. Mehr als 35 Personen stehen laut der Verwaltung auf der Warteliste, sagt der Bürgermeister Ulrich Bahmer in den Ausschüssen. Gebaut werden aber nur 27 Wohnungen – was drei mehr sind als geplant. Bei den Kommunalpolitikern löste das nicht nur Freude aus und hatte bei aller Freude über die Konzeption auch die Kritik am Projekt zur Folge. Schließlich wird auch wegen dieser zusätzlichen Wohnungen das Gebäude deutlich wuchtiger als ursprünglich geplant. In den Fachausschüssen des Gemeinderats war in dieser Woche vielfach von einem Kompromiss die Rede gewesen. Die Heidehof Stiftung investiert rund zehn Millionen Euro in die landesweit einmalige Einrichtung.

Die Stadt bezuschusst das Projekt mit 200 000 Euro. Eine Bedingung dafür war laut dem Bürgermeister ein Belegungsrecht für die Stadt im Betreuten Wohnen. Sie hat sich neun Plätze gesichert. Das bedeutet, dass im Zweifel Ditzinger Bürger Vorrang haben.




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