Projekt im Maurener Tal bei Holzgerlingen Kiebitzküken gesichtet

Im Maurener Tal glücklich: der Kiebitz Foto: imago// Visscher

In Holzgerlingen wächst die Population der gefährdeten Bodenbrüter. Aber auch in Gärtringen und Nufringen gibt es erfolgreiche Projekte.

Das Kiebitzprojekt in Holzgerlingen ist im zweiten Jahr von Erfolg gekrönt: Wie bereits 2023 haben sich dort zwei Kiebitzpaare im dort extra angelegten und eingezäunten Areal im Maurener Tal niedergelassen. Nachdem im Vorjahr eine Brut nach Störungen am Zaun aufgegeben hatte, haben dieses Jahre beide Paare ihre Brut erfolgreich abgeschlossen: Fünf kleine Kiebitzküken wurden im von Ehrenamtlichen des Nabu geschützten Bereich gesichtet. Ein toller Bruterfolg. Ähnliche Projekte gibt es schon länger in Gärtringen und Nufringen – auch dort werden mit Erfolg die gefährdeten Vögel angesiedelt

 

Wichtig für die Bodenbrüter: Brachland mit ständig wasserführenden Tümpeln, niedrigen Pflanzen und gehölzfreie Fläche, die den Überblick über nahende Fressfeinde erlaubt. Um die Eier und die noch flugunfähigen Jungvögel zu schützen, wurde in Holzgerlingen ein Elektrozaun um das Kerngebiet gezogen. Fressfeinde können somit während der empfindlichen Brut- und Aufzuchtphase ferngehalten werden. Störungen durch Spaziergänger und Hunde, die sich in der Vergangenheit dem Kibitz-Areal zu sehr genähert hatten, blieben durch Absperrung eines Feldwegs weitestgehend aus. Den Rest an Schutzmaßnahmen erledigen die fleißigen Kiebitz-Eltern selbst: Unermüdlich verteidigen sie ihre Brut vor Krähen. Durch die freien Wasserflächen finden nicht nur die Kiebitze im Areal genügend Insekten und Kleintiere. Das schnell wachsende Gras erschwert mittlerweile nicht nur die Beobachtung der Tiere, sondern leitet inzwischen auch viel Strom vom Elektrozaun in den Boden. Damit seine Schutzwirkung erhalten bleibt, wird er jetzt von Bauhof-Mitarbeitern freigemäht.

Der Schultes Ioannis Delakos freut sich auch: „Das Kiebitzprojekt im Maurener Tal zeigt, dass es gelingen kann, bedrohte Arten erfolgreich anzusiedeln und so einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz zu leisten“, sagt Holzgerlingens Bürgermeister Ioannis Delakos. „Auch kleine Flächen wie im Maurener Tal sind dafür geeignet, wenn Kommunen, Fachleute und Ehrenamtliche des Naturschutzes zusammenarbeiten.“

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