Die Wohnstätten Sindelfingen errichtet 51 Wohnungen für sozial benachteiligte und psychisch erkrankte Menschen.
Spatenstich für ein ganz besonderes Neubauprojekt feierte am Donnerstagmittag die Wohnstätten Sindelfingen GmbH. Bis Sommer 2027 entstehen zwischen Hanns-Martin-Schleyer-Straße und Küblerstraße in zwei Gebäuden 51 Wohneinheiten.
Sie sind gedacht für von Wohnungslosigkeit bedrohte oder psychisch erkrankte Menschen, die nach Fertigstellung an die Stadt Sindelfingen und den Träger Fortis e.V. vermietet werden.
Vorteile durch gemeinsames Vorgehen
„Die Wohnstätten schaffen Zukunft für Menschen, die es im Leben schwer haben“, lobte bei einer seiner letzten Amtshandlungen der scheidende Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer (CDU). Sindelfingen stelle sich den Herausforderungen unserer Zeit auch angesichts des angespannten Wohnungsmarktes in der Stadt.
Georgios Tsomidis, Geschäftsführer der Wohnstätten Sindelfingen, stellte die Eckdaten vor und gab einen kurzen Abriss zur Entstehung des jetzt gestarteten Projekts. Bereits seit 2010 ist das Grundstück im Besitz der Stadt Sindelfingen. Zunächst planten Stadt und Fortis getrennt voneinander. Doch das gemeinsame Vorgehen habe viele Vorteile: Nur eine Baustelle, Kostenersparnis und eine gemeinsame Tiefgarage mit 18 Stellplätzen, deren Zufahrt über die Küblerstraße erfolgt.
In der Hanns-Martin-Schleyer-Straße entsteht ein sechsgeschossiges Wohnhaus mit 25 flexibel nutzbaren Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, die von der Stadt Sindelfingen angemietet werden, um obdachlosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen ein sicheres Zuhause bieten zu können, aus dem sich Perspektiven für eine bessere Zukunft bieten.
Hinzu kommt in der Küblerstraße ein fünfstöckiges Wohnkolleg mit 26 Appartements in betreuten Wohngruppen. Betreiber ist Fortis e.V., der Wohnungen und Tagesstruktur für Menschen mit Unterstützungsbedarf schafft. „Hier entsteht ein Ort, um persönliche Weiterentwicklung zu ermöglichen“, unterstrich Fortis-Vorstand Fabian Schnieders.
Fast 13 Millionen Euro werden investiert
Beide Gebäude verfügen über barrierefreie Zugänge und moderne Technik. Die Flachdächer werden extensiv begrünt, und Photovoltaikanlagen werden darauf installiert. Außerdem sind sie ans bestehende Fernwärmenetz angeschlossen, und die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ist in der Tiefgarage vorhanden. „Wir setzen auf umweltfreundliche und nachhaltige Technik“, betonte Georgios Tsomidis.
Für die bauliche Umsetzung sorgt die Implenia Hochbau GmbH. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 geplant, das Investitionsvolumen liegt bei 12,6 Millionen Euro.
„Wir bauen hier nicht nur Wohnungen, wir bauen Teilhabe und Zukunftsperspektiven“, sagte der Wohnstätten-Geschäftsführer abschließend.