Projekt in Stuttgart-Dürrlewang Guter Start für Soziale Stadt

Mit einem Päckchen Sonnenblumenkerne hat das Stadtteilbüro im April für die Soziale Stadt geworben. Foto: Alexandra Kratz
Mit einem Päckchen Sonnenblumenkerne hat das Stadtteilbüro im April für die Soziale Stadt geworben. Foto: Alexandra Kratz

Die Stadtteilmanager haben im Bezirksbeirat Stuttgart-Vaihingen ihren ersten Jahresbericht vorgelegt.

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)
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Dürrlewang - In Dürrlewang geht was. Das ist das Fazit der Stadtteilmanager Maik Bußkamp und Sebastian Graf nach einem Jahr „Soziale Stadt Dürrlewang“. Die beiden Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Büros Weeber+Partner stellten ihren Bericht vor Kurzem im Bezirksbeirat Stuttgart-Vaihingen vor. Das Ziel des Bund Länder-Programms ist es, den Stadtteil schöner zu machen. Dafür gibt es Fördermittel.

Etwa 200 Dürrlewanger kamen zur Auftaktveranstaltung im April. Im gleichen Monat eröffnete auch das Stadtteilbüro an der Osterbronnstraße. Seitdem bietet das Stadtteilmanagement zweimal in der Woche Sprechzeiten an. Im Mai und Juni lud das Stadtteilbüro erstmals zu den vier Themengruppen ein. Bei diesen geht es erstens um die Aspekte Wohnen, Wohnumfeld und öffentlicher Raum, zweitens um das Stadtteilszentrum und die Nahversorgung, drittens um Kinder und Jugendliche und viertens um das Stadtteilleben.

Es gibt vier Arbeitsgruppen

Die vier Gruppen finden sich auch auf der neu eingerichteten Internetseite www.stuttgart-duerrlewang.de. Die Homepage soll weiter ausgebaut werden, zum Beispiel mit einem informativen Teil, einer Fotogalerie und einem Veranstaltungskalender für den gesamten Stadtteil. Was in Dürrlewang geboten ist, steht seit Juli auch auf der Kulturhaltestelle in unmittelbarer Nähe zum Stadtteilbüro an der Osterbronnstraße. In den zehn Schaukästen stellen Vereine, soziale Einrichtungen und Institutionen ihre aktuellen Projekte vor. Der Verein Kultur am Kelterberg hat die Kulturhaltestelle finanziert.

Stadtteilfest am 1. Juli

Die Soziale Stadt ist ein langfristiges Projekt, dass sich über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren erstreckt. Darum sind derzeit noch keine konkreten Ergebnisse sichtbar. „Erst wird gesprochen und geplant, dann erst wird gebaut“, brachte Bußkamp die Sache im Bezirksbeirat auf den Punkt. Die ein oder andere Aktion gab es aber bereits im vergangenen Jahr. So zum Beispiel einen Aktionstag für Kinder und Jugendliche mit dem Spielmobil Mobifant und einen Aktionstag unter der Überschrift „Gesund älter werden in Dürrlewang“ sowie eine Nikolausfeier. Für 2017 haben die Dürrlewanger zusammen mit dem Stadtteilmanagement einiges geplant. Das größte Ereignis wird wohl das Stadtteilfest am 1. Juli. Der Anlass: 60 Jahre Dürrlewang.

Bezirksbeiräte haken nach

Die Bezirksbeiräte hatten einige Nachfragen und natürlich auch Kritikpunkte. „Die Entscheidungen über das städtebauliche Entwicklungskonzept werden nicht von den Bürgern, sondern von anderen Interessen gelenkt. Überall wird immer nur mehr, höher und dichter gebaut. Wir haben in Dürrlewang alles, was wir brauchen. Wir müssen es nur besser nutzen“, sagte Gerhard Wick (SÖS/Linke-plus). Er zielte damit freilich auf den Bebauungsplan Zentrum Dürrlewang, an dem die Stadt derzeit arbeitet. Eyüp Ölcer (Freie Wähler) fragte, wie das Projekt Soziale Stadt in Dürrlewang generell einzuschätzen sei. „Es ist viel Potenzial da. Die Dürrlewanger sind bereit, sich in vielfältige Projekte einzubringen“, antwortete Graf. Ein Bürger, der sich in den Arbeitsgruppen engagiert, ergänzte: „Dürrlewang steht an einem guten Anfang in eine gute Zukunft.“




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