Projekte in Renningen Stadt steckt viel Geld in ihre Baustellen
Die Gemeinderäte brachten mehrere Vergaben für Planungs- und Bauleistungen auf den Weg.
Die Gemeinderäte brachten mehrere Vergaben für Planungs- und Bauleistungen auf den Weg.
Zahlreiche öffentliche Bauprojekte hat die Stadt Renningen derzeit in Arbeit. Dies spiegelte auch die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mit sieben Vergaben wider. Einige davon hat bereits der Technische Ausschuss beraten und beschlossen, weil sie unter der Grenze von 200 000 Euro lagen. Höheren Beträgen muss der Gemeinderat zustimmen.
Den mit Abstand größten Brocken unter den aktuellen Vergaben stellen die rund 3,2 Millionen Euro dar, die für die weiteren Sanierungsarbeiten im Gebiet südlich der Alten Bahnhofstraße fällig werden, konkret in der Lehenbühl-, Blumen-, Lessing- und Wielandstraße. Dieses mehrjährige Mammutprojekt wird die Firma ATS-Bau GmbH aus Markgröningen ausführen. Laut Hartmut Marx, dem Fachbereichsleiter Planen, Technik, Bauen bei der Stadt, starten die Arbeiten im September.
Noch deutlich mehr ist der städtische Haushalt bei der derzeit laufenden Sanierung und Erweiterung der Realschule gefordert. Insgesamt wurden laut Kostenaufstellung bisher schon Aufträge für viele verschiedene Gewerke im Umfang von rund gut 11 Millionen Euro vergeben. Dazu zählen auch die jetzt vergebenen Stahlbetonarbeiten für den Austausch der Betondecken an den beiden Eingangsbereichen. Diese hat die beauftragte Firma zum Preis von rund 374 000 Euro angeboten.
Der Gemeinderat nahm allerdings von dieser Vergabe nur Kenntnis, denn sie war bereits mit einer Eilentscheidung durch den Bürgermeister erfolgt. Der Grund dafür war, so erklärte Hartmut Marx, dass die Betonarbeiten bis zu den Sommerferien beendet sein müssen, erklärte Hartmut Marx. Im August soll mit dem Einbau der Fassadenelemente begonnen werden. Bis die umfangreichen Arbeiten an der Schule fertig sind, wird es allerdings noch zwei Jahre dauern, sagte er auf Nachfrage. Ein weiteres halbes Jahr wird dann die Gestaltung der Außenanlagen in Anspruch nehmen. „Aber dann haben wir praktisch eine neue Schule“, so Marx. Für die Planungen dieser Außenanlagen durch ein Ingenieurbüro wurden jetzt weitere 147 000 Euro bereitgestellt.
Gearbeitet wird auch an der Friedrich-Silcher-Schule in Malmsheim. Diese soll ebenfalls saniert und erweitert werden. Dort wurden für die Planungen der Außenanlagen durch dasselbe Büro wie bei der Realschule rund 86 000 Euro vergeben. Lediglich um vorbereitende Maßnahmen für die eigentlichen Arbeiten handelt es sich bei den jetzt für 200 600 Euro beauftragten Rohbauarbeiten, mit denen an der Malmsheimer Schule die Unterkonstruktion für ein Provisorium hergestellt wird, das später auch als Parkdeck dienen soll.
Noch in den Startlöchern steht der fünfgruppige Kindergarten samt Krippe im Neubaugebiet Schnallenäcker III, der in der Korngäustraße entstehen soll. Bis es soweit ist, werden die Kleinen in einem Provisorium untergebracht. Zu den vorbereitenden Arbeiten für die Vergabe des Millionenprojekts gehören auch die Planungen für die Außenanlage. Diese übernimmt jetzt ein Fachbüro zum vorläufigen Honorar von rund 92 000 Euro. Wie schon bei den anderen vergebenen Planungsleistungen weist die Verwaltung auch hier darauf hin, dass sich das am Ende zu zahlende Honorar nach den tatsächlich anfallenden Baukosten der Außenanlage richtet.