Prokofjew am Stuttgarter Opernhaus „Die Liebe zu drei Orangen“: High Five für Axel Ranisch

Szene aus „Die Liebe zu drei Orangen“ an der Stuttgarte Oper Foto: Matthias Baus 8 Bilder
Szene aus „Die Liebe zu drei Orangen“ an der Stuttgarte Oper Foto: Matthias Baus

Zwischen Commedia dell’arte und Computer-Spiel: Der Regisseur Axel Ranisch hat im Stuttgarter Opernhaus Prokofjews eigenwilliges Opermärchen flott gemacht.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Mirko Weber (miw)
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Stuttgart - Ein Prinz auf der historischen Erbse, der am Anfang und lange Zeit nicht lachen kann, weil er an einer „hypochondriotischen Verschleimung“ leidet, wie die neue Übersetzung von Werner Hintze an der Stuttgarter Staatsoper für die auf Deutsch gesungene Fassung von Sergej Prokofjews überaus seltsam-originellen Opernmix von 1921, „Die Liebe zu drei Orangen“, nahelegt. Ferner Zauberkräfte, Unter- und Oberwelten und ein Mann, der sich dann doch verliebt (und sogar, sozusagen, Vater wird), wobei der Hochzeit noch Einiges entgegensteht.

Animiertes Ensemble

Sonst noch was? – fragt selbst der inhaltlich abgebrühte Operngänger, hat da aber nicht die Rechnung mit dem Jungregisseur Axel Ranisch gemacht, der die mehrdeutigen Ebenen von Prokofjews Partitur auf seine Art und Weise kongenial verschränkt mit der Erfindung der Computerspiele, die jetzt wiederum Einiges vom Geist der Commedia dell’arte haben, um die es ja auch geht. In jedem Fall: ein sehr animiertes Ensemble, ein pointiert arbeitender Dirigent ( Alejo Pérez mit dem Staatsorchester) und eine Regie, für die sich eigentlich alle Beteiligten plus Publikum am Ende ordentlich High Five geben, dafür aber auch alle möglichen Gründe haben. Einige davon werden in der Dienstagausgabe rekapituliert.




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