Die Erste Bürgermeisterin von Leonberg ist glücklich über einen gesunden Sohn. Sie hat ganz bewusst die Leonberger Geburtshilfe ausgewählt.

Leonberg: Thomas K. Slotwinski (slo)

Er hat sich Zeit gelassen, doch jetzt ist er da: Am frühen Donnerstagmorgen um 0.47 Uhr erblickte Leopold auf der Geburtenstation des Leonberger Krankenhauses die Welt. Der Kleine und seine Mutter, die Erste Bürgermeisterin Josefa von Hohenzollern-Emden, sind beide wohlauf. „Ich hätte nie gedacht, was für ein wunderbares Gefühl es ist, so einen kleinen Menschen im Arm zu halten“, sagt sie. „Er ist schon jetzt das größte Licht in meinem Leben.“

 

Von Hohenzollern hatte bewusst das Leonberger Krankenhaus zur Entbindung ausgewählt. Ob es die Gynäkologie und die Geburtshilfe in drei Jahren dort noch gibt, ist ungewiss. Nach Fertigstellung des Flugfeldklinikums muss Leonberg nach jetzigem Stand die Frauenklinik nach Böblingen abgeben.

Etwas Ruhe vor der Rückkehr in den Wahlkampf

„Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, meint hingegen Josefa von Hohenzollern, die für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert. „Der hebammengeführte Kreißsaal hat einen hervorragenden Ruf, die Hebammen, Schwestern und Ärzte sind überaus freundlich, einfühlsam und kompetent.“

Bevor Josefa von Hohenzollern, die seit mehr als zwei Jahren von dem amtierenden Oberbürgermeister Martin Georg Cohn mit einem Dienstverbot belegt ist, wieder in den Wahlkampf eingreift, will sie sich noch einige Tage Ruhe gönnen: „Leopold ist jetzt das Wichtigste.“

Die OB-Wahl in Leonberg ist für den 28. September terminiert. Nach verschiedenen heftigen politischen Auseinandersetzungen hatte der Amtsinhaber Cohn schon im vergangenen September seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur erklärt.