Nach den Protesten der Landwirte gegen den geplanten Subventionsabbau der Bundesregierung laufen auf mehreren Kanälen im Internet Diskussionen über die Beteiligung verschiedener Gruppen. Seit Jahren haben die Bauern Probleme mit Gruppierungen, die am rechten Rand um Aufmerksamkeit heischen. Dazu zählen etwa Kreise, die mit der Landvolk-Fahne wedeln. Sie gilt als Symbol einer völkisch-nationalen Bewegung. Auch die Veranstalter des Protestes in Stuttgart, der Verein „Land schafft Verbindung“ (LSV), will diese bei seinen Kundgebungen wie dem gewaltigen Traktor-Korso in der Stadt vor Weihnachten nicht haben – und doch war sie dabei. Wie auch Aufrufe zum Umsturz und Sprüche, die als Drohung gegen die Regierung verstanden werden können.
Der Deutsche Bauernverband bleibt beim Protest und der Forderung an die Politik, die Subventionsstreichungen zurückzunehmen. Aber dabei verzichtet man auf die Unterstützung aus extremen Kreisen.
Auf seinem Instagram-Auftritt schreibt der Verband: „Der Deutsche Bauernverband distanziert sich aufs Schärfste von Schwachköpfen mit Umsturzfantasien, Radikalen sowie anderen extremen Randgruppen und Spinnern, die unsere Aktionswoche kapern und unser Anliegen für ihre Anliegen vereinnahmen wollen.“ Eine Reaktion darauf war im Telegramkanal der Querdenker-Gruppe „Freiheit für Michael Ballweg“ zu finden: Dort fühlt man sich mit „Randgruppe, Spinner und Schwachköpfe“ gemeint. „Wir sollten uns trotzdem an den Protesten der Bauern beteiligen“, fordert einer der Betreiber des Telegram-Kanals auf.