Protest gegen die Corona-Maßnahmen So fällt die Querdenken-Bilanz 2020 aus

Seit knapp acht Monaten organisiert sich der mittlerweile bundesweite Protest gegen die Corona-Maßnahmen unter dem Label Querdenken aus Stuttgart. Wir haben die Bewegung seit ihrer Gründung begleitet und darüber berichtet. Im Video ziehen wir mit Hauptstadt-Redakteurin Katja Bauer eine Bilanz.

Stuttgart - Im April dieses Jahres gründet der Stuttgarter IT-Unternehmer Michael Ballweg die Bewegung Querdenken 711. An den Demonstrationen, die sich gegen die Maßnahmen richten, die die Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergreift, beteiligen sich anfangs nur wenige Menschen. Doch bereits im Mai versammeln sich mehr als 10.000 Demonstranten auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart.

Über das Jahr entwickelt sich Querdenken bundesweit zur Chiffre einer Gegenöffentlichkeit, die die verschiedensten politischen Strömungen vereint. Das Spektrum reicht von Kritikern der Maßnahmen über Impfgegner, Anhänger verschiedenster Verschwörungserzählungen bis hin zu Reichsbürgern, Rechtspopulisten und harten Neonazikadern.

Überwachung durch Verfassungsschutz

Mehrfach warnen Beobachter und Behörden unterschiedlicher Bundesländer, dass sich Rechtsextremisten an den Corona-Protesten beteiligen. Gewaltsame Ausschreitungen auf der Straße einerseits und Treffen bzw. Strategiegespräche zwischen Querdenken-Organisatoren und Köpfen aus der organisierten rechten Szene, legen nahe, dass sich die Bewegung radikalisiert hat.

Wir haben die Stuttgarter Initiative über das Jahr begleitet, über die Demonstrationen berichtet, mit Veranstaltern, Teilnehmerinnen und Kritikern gesprochen. Im Video ziehen wir in einem Gespräch mit Hauptstadt-Redakteurin Katja Bauer Bilanz.




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