Protest gegen hohe Mieten Stuttgarter Polizei taucht ab

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Die meisten Demonstranten haben sich friedlich verhalten. Das Schweigen der Polizei zum Einsatz von Pfefferspray ist irritierend, meint Redakteurin Nina Ayerle.

Am Samstag, 6. April, hat in der Stuttgarter Innenstadt eine große Demonstration gegen zu hohe Mieten, gegen Leerstand und gegen die Spekulation mit Immobilien stattgefunden. Foto: 7aktuell/Rainer Hauenschild
Am Samstag, 6. April, hat in der Stuttgarter Innenstadt eine große Demonstration gegen zu hohe Mieten, gegen Leerstand und gegen die Spekulation mit Immobilien stattgefunden. Foto: 7aktuell/Rainer Hauenschild

Stuttgart - Die Kundgebung „Mieten runter“ am Schlossplatz und der sich anschließende Protestzug verlief weitgehend friedlich. Das bestätigte auch die Polizei. So weit, so gut. Bei dem anschließenden Protestzug durch die Stadt in Richtung Marienplatz haben Polizisten allerdings Pfefferspray gegen Demonstranten eingesetzt. Auslöser waren offenbar Aufkleber, die Demonstranten an eine Hauswand klebten.

Am Marienplatz sahen sich Polizisten außerdem Beschimpfungen einzelner Demonstranten ausgesetzt. Wenn das allein der Grund gewesen sein sollte, war der Einsatz von Pfefferspray unverhältnismäßig. Man weiß es jedoch nicht. Denn auch am Tag darauf bestätigt die Polizei leider nicht mehr, als dass es eben „kurz“ zum Einsatz von Pfefferspray gekommen war. Unklar bleibt daher auch, warum die Polizei die Gruppe Demonstranten, die in Richtung Heslach davonrannte, überhaupt stoppte.

Nun verbreiten sich in Zeiten von sozialen Netzwerken Bilder und Videos rasant, falsche Informationen sind dann schnell in der Welt. Die Strategie, erst einmal nichts zu sagen, ist falsch. Denn so bleibt eben bei vielen Beobachtern und Teilnehmern der Eindruck zurück, die Polizei habe überzogen gehandelt.

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