Prozess im Fall Nadine E. Schwiegervater wollte keine Ausländerin
Im Prozess um den gewaltsamen Tod von Nadine E. sagt deren türkischer Schwiegervater aus.
Ludwigsburg - Es ist eine groteske Zeugenbefragung, was zum großen Teil am Zeugen liegt, zu einem kleinen Teil aber auch am Richter. Der Zeuge ist der Vater des Angeklagten, jenes Mannes also, der Nadine E. im Oktober 2015 in Ludwigsburg umgebracht haben soll. Im Zentrum der Verhandlung am Montag steht das mögliche Motiv. Der Zeuge ist Türke, spricht kein Deutsch, ist schwer krank und hat Erinnerungslücken, er weicht Fragen aus. Außerdem ist er heillos zerstritten mit seinem Sohn. In einer Aussage aber zeigt er sich vor dem Stuttgarter Landgericht konsistent: „Ich hätte meinem Sohn geholfen“, sagt der 68-Jährige. „Wäre er zu mir gekommen, hätte ich ihm das Geld gegeben.“

