Prozess um tote Teenager in Gartenlaube Heizen, grillen, vergiften

Leben: Markus Brauer (mb)
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Welche Geräte sind potenzielle Gefahrenquellen?

– Gasthermen, Durchlauferhitzer oder andere mit Gas betriebene Geräte.

– Heizungsanlagen die fossile Brennstoffe wie Öl, Holz, Gas verbrennen.

– Schornsteine und sonstige Ab- und Zuluftwege.

Es ist (überlebens-)wichtig, dass alle Geräte im Haus, in denen Verbrennungsprozesse stattfinden, sowie die Abluftkanäle, Schornsteine und Kamine regelmäßig von Fachleuten wie Schornsteinfegern oder Ofen- und Luftheizungsbauern überprüft werden.

Wie kann man einen CO-Ausstoß verhindern?

„Probleme treten erst dann auf, wenn die Verbrennung nicht sauber läuft, weil zu wenig Luft zur Verfügung steht und die Verbrennung unvollständig abläuft“, erklärt Uwe Redeker, Technikexperte beim Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Bayern. „Dann entsteht nicht Kohlendioxid entsteht, sondern Kohlenmonoxid. Dieses ist hochgiftig, es riecht weder noch kann man es sonstwie wahrnehmen. Wenn man es einatmet, wird man einfach müde, schläft ein und erstickt.“

Viele ältere ältere Gasheizgeräte, die an einen Schornstein angeschlossen sind, entsprächen nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), betont Nikolaus Fleischhacker, Geschäftsführer der Oranier Heiztechnik im hessischen Haiger. „Ältere Geräte haben keine Vorrichtung zur Abgasüberwachung. Diese Sicherung ist im Zweifelsfall sogar lebenswichtig, da sie vermeidet, dass gesundheitsschädliche Abgase in den Wohnraum gelangen können: Falls der Schornstein nicht ausreichend zieht, wird ein Temperaturfühler über das aus der Strömungssicherung austretende Abgas erwärmt, die Gaszufuhr wird unterbrochen und das Gerät schaltet sich ab.“

Warum sind moderne Geräte sicher?

Wer einen Kessel oder Wärmeerzeuger auf Verbrennungsbasis aufstellen will, muss ihn beim Bezirkskaminkehrer anmelden. Der Fachmann nimmt das Gerät ab und überprüft es in regelmäßigen Abständen. „Die Überprüfung der Geräte ist unterschiedlich und hängt ab von der Art der Verbrennung“, sagt Uwe Redeker. „Unkritische Geräte, die der neuesten Brenngeräte-Generation angehören, werden alle zwei bis drei Jahre überprüft. Ältere Geräte müssen jedes Jahr geprüft werden.“

Moderne Geräte schalten sich Redeker zufolge automatisch ab, wenn Gas austritt. Uralt-Geräte, die 30, 40, 50 Jahre alt seien, hätten diese Technik nicht. Auch bei Kaminen sei dies häufig nicht der Fall. Redeker: „Ein ganz banaler Fall: Viele Kamine haben eine Klappe, die Zugluft verhindern soll. Wenn man vergisst sie aufzumachen, bevor man den Kamin anmacht, ist der ganze Raum schnell voller giftigem Rauch.“

Welche Tipps geben Experten?

– Niemals Autos mit laufendem Motor in eine Garage stellen, auch wenn das Garagentor geöffnet ist.

– Niemals gasbetriebene Backröhren zum Heizen zweckentfremden.

– Niemals Holzkohle-Grills innerhalb von Gebäuden benutzen.

– Niemals mit Benzin betriebene Geräte wie Rasenmäher, Kettensägen oder Motoren in Innenräumen verwenden.




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