Public Viewing am 21. Mai in Stuttgart VfB-Party wird auf Hochtouren geplant

Das Pokalfinale des VfB war 2007 auf dem Wasen gezeigt worden. Foto: Factum-Weise
Das Pokalfinale des VfB war 2007 auf dem Wasen gezeigt worden. Foto: Factum-Weise

Noch ist der Aufstieg des VfB Stuttgart in die Bundesliga nicht perfekt, aber es wird auf jeden Fall am 21. Mai ein Public Viewing auf dem Cannstatter Wasen geben. Doch nicht jeder ist im Fußballfieber.

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Stuttgart - Eine Meisterfeier soll es werden. Gut, eine in der zweiten Liga, aber das tut der Freude der Fußballfans keinen Abbruch. Obwohl Platz zwei auch zum Aufstieg reicht, feiert es sich mit Meisterschale einfach schöner. Am Sonntag, 14. Mai, in Hannover will der VfB die notwendigen Punkte einsammeln und dann am Sonntag, 21. Mai, auf dem Cannstatter Wasen gemeinsam mit den Fans feiern. Fünf Leinwände wird man aufbauen, und das Spiel gegen die Würzburger Kickers übertragen. Um 12 Uhr soll das Rahmenprogramm beginnen, um 15.30 Uhr ist dann der Anpfiff des Spiels.

Eine Meisterfeier soll es werden, indes ist noch nicht einmal klar, ob es eine Aufstiegsfeier wird. Das erschwert das Planen für den VfB, der deshalb auch frühestens am Montag Details über das Programm bekannt geben will. Steigt der Club an diesem Sonntag schon auf, dann kann man sich in aller Ruhe auf die Party am 21. Mai vorbereiten. Dann wird einen auch keiner der Überheblichkeit zeihen, sollte man die ganz große Sause mit Bands wie womöglich den Fantastischen Vier und anderen Schmankerln planen. Am Montag wollen sich Polizei und Stadtvertreter treffen und über Gestaltung, Verkehrslenkung und Sicherheit sprechen. Dann wird man auch klarer sehen, wie viele Leute auf den Wasen dürfen. Beim gemeinsamen Fußballschauen während des Pokalfinales 2007 gegen den 1.FC Nürnberg waren 23 000 Menschen gekommen.

Außerdem im Video: Wann gelingt dem VfB der Aufstieg? Was Fans in Stuttgart dazu sagen, sehen Sie in unserer Video-Umfrage:

Hülle des Hofbräu-Zelts bleibt stehen

Eine Meisterfeier soll es werden, es kann aber auch ganz anders kommen. Sollte der VfB am Sonntag in Hannover verlieren, dann muss man gegen Würzburg mutmaßlich gewinnen, um einen der beiden Aufstiegsplätze zu ergattern. In dem Fall wird natürlich vor dem Spiel nicht groß gefeiert, die Party beginnt dann frühestens mit dem Schlusspfiff um 17.15 Uhr. Verliert der VfB gar, dann kommt Public Viewing seiner ursprünglichen Bedeutung sehr nahe. In angelsächsischen Ländern ist das Public Viewing das Betrachten einer aufgebahrten Leiche. In die Trauer würde sich immerhin ein bisschen Hoffnung mischen, denn dann müsste der VfB in der Relegation ran gegen den drittletzten der Bundesliga. Am Donnerstag, 25. Mai, würde der VfB auswärts spielen, am Montag, 29. Mai, um 20.30 Uhr, zuhause. Der Aufstieg wäre also vertagt.

Eine Meisterfeier soll es werden. Dafür braucht man Platz. Deshalb müssen die Schausteller des Frühlingsfests ihre Karussells und Zelte bis Ende der Woche abgebaut haben. Mit einer Ausnahme: das Hofbräu-Zelt von Wirt Hans-Peter Grandl. „Wir werden die Hülle stehen lassen, das Zelt ansonsten aber weitestgehend aushöhlen. Die Bewirtung übernimmt mein Kollege Michael Wilhelmer“, sagt Grandl. Das Zelt soll der Logistik und als Cateringstation dienen. Die Organisation auf dem Wasen fällt leichter als mitten in der Stadt auf dem Schlossplatz. Dort hatte man 2007 die Meisterschaft gefeiert. In der ersten Liga wohlgemerkt. „Das bekommst du in der heutigen Zeit gar nicht mehr genehmigt. Vor dem Hintergrund, was in der Zwischenzeit alles in der Welt passiert ist“, sagt ein Sprecher des VfB Stuttgart. Zudem ist der Schlossplatz am 21. Mai ohnehin seit langem belegt: Dort endet die Rad-Sternfahrt Baden Württemberg.

Maulwurf-Wirte fahren nach Hannover

Eine Meisterfeier kann es sogar bereits an diesem Sonntag, 14. Mai, werden. Womöglich sind Andreas Göz und Barbara Schreiber live dabei. Die Wirte des Maulwurf sind eingefleischte VfB-Anhänger und fahren nach Hannover. Während in der Kneipe in Stuttgart-Vaihingen wie immer das VfB-Spiel gezeigt wird. „Zuhause werden sie den Laden schon schmeißen“, sagt Schreiber. Irgendwelchen Schnickschnack haben sie nicht geplant, weder mehr Bier gekauft noch ein Tischfeuerwerk vorbereitet. Schreiber: „Wir sind abergläubisch. Wir lassen alles wie es war, bisher lief es ja gut.“ Vorbereitet ist man auch bei der Polizei, man sei für alle Szenarien an diesem Sonntag gewappnet. Und auch die Stadt bekundet noch einmal, sie werde ganz sicher einen Aufstieg des VfB noch am Sonntagabend angemessen würdigen.

Eine Meisterfeier kann es bereits am Sonntag, 14. Mai, werden. Und manchen interessiert es gar nicht. Für einige hart gesottene Fans mag es eine Überraschung sein, aber es gibt auch noch anderes als Fußball. Im Biergarten von Sonja Merz wird nicht der VfB geschaut, nein, da spielt eine italienische Band zum Tanz auf, und jede Mutter bekommt eine Rose geschenkt. Trotz aller Aufregung sollte man nicht vergessen: Am Sonntag kickt nicht nur der VfB, es ist auch Muttertag.

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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