Pur in der Schleyerhalle Pur liefert Hundertfünfzig Minuten Wohlfühlklänge

Von Christof Hammer 

Im typischen Pur-Duktus und mit einigen hochkarätigen Gästen: Hartmut Engler & Co. haben in der Schleyerhalle zwölftausend Fans mit beseelter Hoffnungsmusik begeistert.

Hartmut Engler in Aktion Foto: Oliver Willikonsky / Lichtgut 14 Bilder
Hartmut Engler in Aktion Foto: Oliver Willikonsky / Lichtgut

Stuttgart - Wenn man mehr Transparenz als einen von vielen kleinen Mosaiksteinen auf dem Weg in eine bessere Welt betrachtet, dann haben Pur am Sonntagabend ganze Arbeit geleistet: Nicht der kleinste Fetzen Vorhangstoff versperrt in der ausverkauften Hanns-Martin-Schleyerhalle die Sicht auf ihre kreisrunde, in der Mitte des Innenraums positionierte Bühne – und sogar bei voll eingeschaltetem Hallenlicht starten Hartmut Engler & Co. in ihre Show.

Prominente Gäste machen Abend kurzweiliger

Los geht’s mit „Freunde“ von 1989; es folgen rund dreißig weitere Songs im typisch Pur’schen Duktus zwischen Hoffnungsmusik, Liebeslyrik und mahnungsvollen Gesellschaftsstudien: Evergreens wie „Funkelperlenaugen“, „Lena“ oder „Indianer“ sowie viele, von den über zwölftausend Fans durchweg gut angenommenen Songs des aktuellen Albums „Zwischen den Welten“.

Äußerst spielfreudig geht es durch einen zweieinhalbstündigen Abend, der dank prominenter Gäste wie Max Giesinger („80 Millionen“), Peter Freuenthaler von Fools Garden („Lemon Tree“) und dem Bandkumpel Rüdi noch etwas kurzweiliger gerät.

Wo diese 2018er-Tournee aber dennoch ein kleines Glaubwürdigkeitsdefizit offenbart, lesen Sie am Montag in unserer ausführlichen Rezension.