Engagierte Menschen werten den Wochenmarkt in der Parksiedlung (Kreis Esslingen) auf. Denn da ist bislang wenig los. An Bistrotischen entwickeln die Menschen Ideen für den Stadtteil.
Mehr Leben wollen Thomas Rumpf und Ingrid Bondorf in den Ostfilderner Stadtteil Parksiedlung bringen. „Auf dem Wochenmarkt am Freitag ist einfach zu wenig los“, sagt Bondorf. Deshalb haben sie mit anderen engagierten Menschen das schwäbische Marktcafé ins Leben gerufen. Der nächste Termin ist am Freitag, 19. September, ab 9.30 Uhr. Bis 11.30 Uhr trifft man sich zum Plausch.
„Das bringt Leben in den Stadtteil“, sagt Isabell Fischer, die Quartiersmanagerin in dem kleinsten Stadtteil Ostfilderns. Sie unterstützt die Männer und Frauen. Im Quartierstreff am Herzog-Philipp-Platz kochen sie Kaffee und bereiten die Butterbrezeln vor, die es zum Frühstück gibt. „Wir wollen, dass mehr Menschen auf dem kleinen Markt einkaufen“, sagt Bondorf. Doch da müsse man Anreize schaffen, so die Sozialpädagogin, die bei der katholischen Kirchengemeinde in Neuhausen als Quartiersmanagerin beschäftigt ist.
Gespräche über die Zukunft des Platzes in Ostfildern
An den kleinen, liebevoll dekorierten Gartenklapptischen finden sich im Lauf des Morgens immer wieder Gäste ein. Sie sprechen darüber, wie der zentrale Platz einmal aussehen könnte, wenn die Sanierung beginnt. Oder sie erkundigen sich einfach, wie es denn der Familie geht. Obwohl die Bürgerbeteiligung auf breiter Basis abgeschlossen ist, wünscht sich Thomas Rumpf, dass noch mehr Menschen ihre Ideen und Wünsche für den Stadtteil einbringen.
Um zu erfahren, was sich die Menschen aus dem Stadtteil wünschen, haben Ingrid Bondorf und Anke Böhm Anfang des Jahres ihre Herzenssprechstunde ins Leben gerufen. „Da haben wir mit engagierten Menschen Ideen für Nachbarschaftsprojekte entwickelt“, sagt Bondorf. Das Projekt der beiden Frauen haben Fördergelder der Nichtinvestiven Städtebauförderung (NIS) möglich gemacht. „Mit diesen Projekten geht es darum, den Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken“, sagt Ingrid Bondorf. In der Parksiedlung mit ihren sehr unterschiedlichen Bewohnerschichten sieht sie da großen Bedarf.
Um auch Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, findet an jedem ersten Marktfreitag im Monat das internationale Marktcafé statt. Isabell Fischer freut sich, dass Bürgerinnen und Bürger auch dieses Angebot möglich machen. Sie wünscht sich mehr „Vielfalt“ in dem Stadtteil. Die Quartiersmanagerin möchte die Menschen dazu bewegen, ihre Ideen in die Stadtteilarbeit einzubringen. Auf bunten Papierblumen sammelt sie Bürgerideen, wie die Parksiedlung schöner und vielfältiger werden könnte.
In der Parksiedlerei macht Fischer den Menschen aus dem Stadtteil ein umfassendes Angebot. Am MIttwoch, 17. September, lädt dort die internationale Krabbelgruppe Eltern mit Kleinkindern von 9.30 bis 11 Uhr zum Mitmachen ein. Das Reparaturcafé ist am 18. September geplant.